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Wirtschaft wächst: Bundesregierung erhöht Konjunkturprognose

Corona- und Energiekrise schaden der Wirtschaft weniger als gedacht. Sie wird leicht um 0,4 Prozent wachsen, doppelt so stark wie noch im Januar erwartet.

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Die Bundesregierung hat ihre Erwartungen an das Bruttoinlandsprodukt erhöht, auf 0,4 Prozent.
Die Bundesregierung hat ihre Erwartungen an das Bruttoinlandsprodukt erhöht, auf 0,4 Prozent. © Symbolfoto: dpa/Christian Charisius

Berlin. Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr leicht erhöht. "Die deutsche Wirtschaft erweist sich nach der Corona-Krise auch in der Energiekrise als anpassungs- und widerstandsfähig", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Mittwoch. Er sprach von erfreulichen Nachrichten. Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr nun ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent. Im Januar war sie von 0,2 Prozent ausgegangen.

Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und Geschäftsklima deuteten eine konjunkturelle Belebung im weiteren Jahresverlauf an, hieß es. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaft laut Prognose um 1,6 Prozent wachsen.

Die Stützungs- und Stabilisierungsmaßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der gestiegenen Kosten von Unternehmen und der Kaufkraftverluste der privaten Haushalte hätten eine stärkere Abschwächung im Winterhalbjahr verhindert, teilte das Ministerium mit. Die Rede war von einer schrittweisen Erholung trotz eines schwierigen Umfelds.

Auch die Inflation habe ihren Höhepunkt überschritten. Nach einer Rate von 6,9 Prozent im vergangenen Jahr gehe die Bundesregierung von 5,9 Prozent in diesem und von 2,7 Prozent im kommenden Jahr aus.

Die Frühjahrsprojektion bildet die Grundlage für die neue Steuerschätzung im Mai. Im vergangenen Jahr hatte auch die Bundesregierung für dieses Jahr noch eine Rezession infolge des Ukraine-Kriegs befürchtet. Eine Eskalation der Energiepreiskrise blieb aber aus. (dpa)