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Pethau: Hauptstraße 20/22 wird weiter bröckeln

Die Stadt Zittau hat eine Entscheidung zur Zukunft des Abrisskandidaten gefällt. Die wird nicht von Dauer sein. Ein Verkauf kommt aus diesen Gründen nicht infrage.

Das Haus Hauptstraße 20/22 in Pethau.
Das Haus Hauptstraße 20/22 in Pethau. © Matthias Weber (Archiv)

Das Tauziehen um die Frage "Abriss, Notsicherung oder Verkauf" zum Gebäude Hauptstraße 20/22 in Pethau ist vorerst beantwortet:

Das marode Gebäude bleibt stehen, wie es ist. Das sagte Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) auf SZ-Anfrage.

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Eine Notsicherung samt nachfolgender Kosten oder gar eine Sanierung hatte die Stadt schon vor Längerem verworfen. Zum einen scheut die Stadt angesichts der momentan leeren Kassen die hohen Ausgaben dafür. Zum anderen stehen in Zittau Tausende Wohnungen leer, sodass es derzeit keinen Bedarf für zusätzlichen Wohnraum gibt.

Deshalb sollte das Gebäude erst 2020, dann in diesem Jahr mit Fördermitteln abgerissen werden. Dagegen hatte es Widerstand gegeben. Thomas Göttsberger, Denkmalschützer und Besitzer vieler historischer Immobilien, bot an, das Doppelhaus zu kaufen und für die Nachwelt zu sichern. Das will die Stadt nicht. Das Haus habe kaum denkmalpflegerischen Wert, sagte Zenker. Vor allem aber will die Stadt dabei helfen, den Wohnungsmarkt nach und nach zu bereinigen. Eines Tages sollen Hausbesitzer wieder so viel Miete einnehmen können, dass sich Sanierungen ohne große Zuschüsse rechnen. Auch der Verkaufspreis wäre derzeit so gering, dass er nach Ansicht der Stadtverwaltung nicht einmal den Wert des großen, in der Nähe zu den Naherholungszentren Olbersdorfer See und Westpark liegenden Grundstücks widerspiegelt. Und darüber hinaus, wie von den Linken vorgeschlagen, dem Käufer auch noch Geld für die Notsicherung zu geben, kommt bei der aktuellen Haushaltslage der Stadt laut Zenker gleich gar nicht infrage.

Nun will die Stadt vorerst auch ihre Eigenanteile an den Kosten für den Abriss sparen. Diese Maßnahme soll zur Konsolidierung des Haushaltes beitragen. Dem OB ist bewusst, dass damit das Problem nicht gelöst, sondern nur in die Zukunft verschoben ist.

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