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Wo jeder bis ans Limit läuft

Am Sonnabend gehen in Oderwitz 100 Teilnehmer aus drei Ländern an den Start. Doch am Ende gewinnt nicht unbedingt der schnellste.

Von Thomas Christmann
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Mike Sethmacher vom Laufhaus Oderwitz ist der Veranstalter.
Mike Sethmacher vom Laufhaus Oderwitz ist der Veranstalter. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

An den Start gehen 100 Teilnehmer, eine Runde ist 6,7 Kilometer lang, gelaufen wird bis nur noch einer übrig bleibt: Mike Sethmacher vom Laufhaus in Oderwitz veranstaltet diesen Sonnabend den ersten Backyard Ultra - ein Ausscheidungsrennen, bei dem jeder an seine Grenzen kommt. Alle Startplätze sind bereits vergeben.

Die Sportler aus Deutschland, Tschechien und Österreich gehen zu jeder vollen Stunde zusammen auf die Rennstrecke. Beim Original aus Tennessee ist jede Runde 4,166 Meilen lang, was nach 24 Stunden ziemlich genau 100 Meilen ergibt. So auch hier: Die Teilnehmer begeben sich ab 10 Uhr auf eine 6,7 Kilometer lange Runde vom Sportplatz Niederoderwitz aus parallel zur Großhennersdorfer Straße entlang, den Radweg hoch und über Wald- und Feldwege ins Königsholz.

Jeder Läufer hat also pro Runde 60 Minuten Zeit. "Und kann die restliche Zeit bis zum nächsten Start tun, was immer er möchte", so Mike Sethmacher. Das Rennen läuft so lange, bis nur noch ein Läufer zur nächsten Runde antritt und diese dann auch im Zeitlimit beendet hat. Es gibt also nur einen Sieger am Ende, der Rest der Läufer wird mit einem "Did not finish" (nicht beendet) gelistet. "Hier gewinnt also im Zweifelsfall nicht der schnellste Läufer, sondern derjenige mit dem längeren Atem", schreibt der Veranstalter, der am Sonntagnachmittag mit einem Ende rechnet. "Wir werden alles tun, um die Anwohner so wenig wie möglich zu stören."

Stattdessen lädt er alle Interessierten ein, die Läufer an der Stecke anzufeuern, eine Erfrischungsstelle aufzubauen oder auf ein Bier oder Abendbrot am Sportplatz vorbeizukommen. "Wir wünschen uns eine tolle sportliche Veranstaltung, dass Oderwitz in der Läuferwelt in guter Erinnerung bleibt", äußert Mike Sethmacher.