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Dieses Jahr kein Baubeginn mehr am Olbersdorfer See

Mit der neuen Strandpromenade wird es 2021 nichts mehr. Der Bootssteg bleibt gesperrt. Auch der Plan für eine neue Freizeitsport-Attraktion ist vorerst geplatzt.

Mit der neuen Strandpromenade wird es 2021 nichts mehr. Der Steg - hier noch auf einem Archivbild - bleibt damit weiter gesperrt.
Mit der neuen Strandpromenade wird es 2021 nichts mehr. Der Steg - hier noch auf einem Archivbild - bleibt damit weiter gesperrt. ©  Matthias Weber

Olbersdorfs Bürgermeister ist sauer. Über ein Jahr schon wartet die Gemeinde jetzt auf den Fördermittelbescheid für den geplanten Bau ihrer neuen Freizeitsport-Attraktion am Olbersdorfer See. Aber statt einer Zusage kamen dieser Tage eher schlechte Nachrichten aus Dresden.

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Das Projekt vom Pump-Track-Park für Mountainbiker ist demnach erst einmal geplatzt, erklärt Andreas Förster. "So, wie wir das geplant hatten, können wir es jetzt nicht mehr machen", muss der Bürgermeister feststellen. Mit der Idee vom Pump-Track hatte die Gemeinde voriges Jahr an einem vom sächsischen Ministerium für Regionalentwicklung ausgerufenen Wettbewerb teilgenommen und 30.000 Euro Preisgeld gewonnen. Das wollte die Gemeinde als Eigenanteil in einem Förderprogramm einsetzen und hätte in dem Zuge auch gleich noch den Wasserspielplatz neu gestaltet und die in die Jahre gekommenen Spielgeräte durch neue ersetzt.

"Damals hatten wir die Information aus Dresden, dass das so machbar ist", sagt der Bürgermeister, "jetzt hat man das abgelehnt." Damit das Preisgeld nicht verfällt und noch dieses Jahr verwendet werden kann, müsste man sich im Gemeindeamt jetzt schnellstens Gedanken machen, wie die 30.000 Euro nun sinnvoll eingesetzt werden können - und das Projekt trotzdem irgendwie realisiert werden kann.

Auch mit dem Baubeginn für das Olbersdorfer Großprojekt am See, der neuen Strandpromenade und der Umgestaltung des gesamten Uferbereichs, ist laut Förster in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen. Er habe von der zuständigen Fördermittelvergabestelle aus Dresden am Montag die Information erhalten, dass diese Maßnahme aufgrund begrenzter Haushaltsmittel des Freistaats in diesem Jahr sehr wahrscheinlich nicht gefördert werden kann.

Am Plan in dieser Größenordnung - Olbersdorf will zwei Millionen Euro investieren - will die Gemeinde aber dennoch weiter festhalten. Der marode Bootssteg und die Stufen ins Wasser, die aus Sicherheitsgründen schon 2019 gesperrt werden mussten, bleiben auch weiter gesperrt.

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