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Was der Container auf Zittaus Markt soll

Das Bündnis für den Ausbau der Parkschule steckt hinter der Kunst-Installation. Das findet immer mehr Befürworter für sein Anliegen.

Die Firma Osteg hat den Container am Freitagvormittag auf dem Marktplatz platziert.
Die Firma Osteg hat den Container am Freitagvormittag auf dem Marktplatz platziert. © Matthias Weber/photoweber.de

Seit Freitag steht ein Container auf dem Zittauer Marktplatz. Er soll nach aktuellen Kostenberechnungen die wahrscheinlichste Alternative zum Ausbau der Parkschule darstellen. "Damit sich jeder einmal selbst ein Bild machen kann, was das bedeuten würde", sagt August Friedrich. Er ist Initiator des Bündnisses "Parkschulausbau jetzt!". Das will mit dieser Kunst-Installation auf ihr Anliegen aufmerksam machen. An der Parkschule hängt schon ein entsprechendes Banner.

Die klare Forderung des Bündnisses ist klar.
Die klare Forderung des Bündnisses ist klar. © Matthias Weber/photoweber.de

Auch am Container werden noch verschiedene Transparente angebracht mit Informationen zu den Ausbau-Plänen, den bisher genannten Alternativen samt Kosten dazu sowie Meinungen von Schülern. Demnach würde die zunächst vorgeschlagene Sanierung der Burgteichschule - ein Plattenbau aus DDR-Zeiten - die Stadt deutlich mehr kosten als ein gut ausgestatteter Erweiterungsbau an der Parkschule. Der Grund dafür sind die Kosten für Heizung, Elektrik, das Dach und den Brandschutz, die komplett überholt werden müssten. "Die Aussicht, dass Schüler gemäß der Grundschul- und Geburtenzahlen mindestens bis 2030 in Containern lernen müssen, macht uns um ehrlich zu sein aber nicht glücklicher", sagt der 23-Jährige.

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Am Mittwoch dieser Woche haben Vertreter des Bündnisses auf dem Marktplatz deshalb Unterschriften für den Ausbau der Zittauer Oberschule gesammelt. Dabei konnten sie 280 Unterstützer finden, darunter auch ehemalige Schüler und Lehrer. Zusammen mit der Online-Petition hat das Bündnis nun über 820 Befürworter gefunden. Die Unterschriften sollen dem Stadtrat übergeben werden. Am 25. März entscheidet dieser erneut über das Bauprojekt. Eine Mehrheit der Räte lehnt den Ausbau bisher ab.

"Wenn schon über die Jugend entschieden wird, dann sollte die Jugend auch Mitspracherecht haben, ihre Meinung äußern können und auch Einfluss haben", sagt der 15-jährige Dario Weber, Schülersprecher des Christian-Weise-Gymnasiums. Das Bündnis vertraten neben ihm auch Mitglieder der Initiative "Jugendstadtrat", vom Deutschen Kinderschutzbund sowie der SPD Zittau.

Der Container wird bis kommenden Donnerstag auf dem Marktplatz stehen. "Wir hoffen, dass so jeder für sich entscheiden kann, ob Zittauer Schüler in einem Raum aus Stahl lernen sollen", so August Friedrich. (SZ)

Vertreter des Bündnisses haben Unterschriften gesammelt.
Vertreter des Bündnisses haben Unterschriften gesammelt. © privat

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