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Bobteam Friedrich beendet das Jahr 2021 ohne Niederlage

Francesco Friedrich lässt in Altenberg erneut nichts anbrennen. Vorm Start unterschrieb er noch einen Sponsorenvertrag - für seinen Gegner.

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Die Männer der Stunde: Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller (von links).
Die Männer der Stunde: Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller (von links). © dpa-Zentralbild

Altenberg. Francesco Friedrich bleibt der ungeschlagene Dominator im Olympia-Winter. Doch noch wichtiger ist ihm sein Bobsport. Unmittelbar vor dem Viererbob-Rennen in Altenberg unterschrieb der Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg am Sonntag einen Sponsorenvertrag - nicht für sich selbst, sondern als Förderer seines österreichischen Kontrahenten Benjamin Maier. "Wir freuen uns, Benni und sein Team ein weiteres Jahr zu supporten und damit unseren Sport zu unterstützen", teilte Friedrich auf Instagram mit.

In der Eisrinne hatte er dann alles unter Kontrolle. Mit seiner Crew Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller verwies er den Kanadier Justin Kripps mit 0,28 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde der Russe Rostislaw Gaitjukewitsch vor dem von Friedrich unterstützte Maier. "Wir arbeiten trotzdem hart weiter, für uns war es irgendwie ein Testrennen. Wir haben noch viele Aufgaben, die wir noch lösen müssen", sagte Friedrich, der die Weltcup-Siege 61 und 62 einfuhr und das Jahr 2021 ungeschlagen beendete. "Doch alle Rekorde sind Schall und Rauch, wenn wir bei Olympia nicht die richtigen Medaillen gewinnen“, meinte der Pirnaer.

Mit richtig meint er zwei Goldene. Seine Bilanz nach der ersten Saisonhälfte: "Die anderen sind uns dicht auf den Fersen. Aber alles gut, alles im Rahmen, ich denke, wir haben alles im Griff."

Wo liegt der Fehler? Genau, die Anschubbügel im Bob von Johannes Lochner sind nicht eingeklappt. Das kostet Zeit.
Wo liegt der Fehler? Genau, die Anschubbügel im Bob von Johannes Lochner sind nicht eingeklappt. Das kostet Zeit. © dpa/Robert Michael

Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach kam nach Platz zwei im Zweierbob diesmal auf Rang neun. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner musste sich mit Rang 21 zufriedengeben. Nachdem er im Zweierbob nach Oberschenkelproblemen nur mit halber Kraft starten konnte und zudem eine miserable Fahrt hinlegte, patzte sein Team in der Königsklasse. Nach dem Start klappten die Anschubbügel nicht ein. Damit raste Lochner mit voll ausgeklappten Bügeln die anspruchsvolle Bahn herunter und verhinderte nur mit viel Glück einen bösen Sturz. Als 21. verpasste er zudem die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Die Schuldfrage klärte der Bundestrainer: „Anschieber Christian Rasp hat vergessen, die Bügel einzuklappen, also kein technischer Defekt. Doch wo ein Minus ist, gibt es auch ein Plus: Bei Olympia passiert ihm das nicht mehr, er wird die Bügel jetzt immer doppelt und dreifach kontrollieren.