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Seidels Saison-Aus nach schwerem Sturz

Deutschlands beste Shorttrackerin verletzt sich beim Heimweltcup in Dresden am linken Fuß. Jetzt muss sie zuschauen und will ihr Team anfeuern.

Anna Seidel muss sich von Helfern vom Eis bringen lassen, rechts ihr Vater. Die Mutter läutet die Glocke zur letzten Runde ein – auch in dem Rennen, in dem ihre Tochter stürzt.
Anna Seidel muss sich von Helfern vom Eis bringen lassen, rechts ihr Vater. Die Mutter läutet die Glocke zur letzten Runde ein – auch in dem Rennen, in dem ihre Tochter stürzt. © Matthias Rietschel

Das ist bitter für Anna Seidel. Sie wollte beim Heimweltcup an ihre guten Auftritte bei der Europameisterschaft im Januar anknüpfen – und dann das: Deutschlands beste Shorttrackerin stürzte am Freitag in Dresden bei der Qualifikation der Mixed-Staffel und erlitt einen knöchernen Bänderabriss im linken Sprunggelenk.

„Ich bin beim Wechsel stark angeschoben worden und direkt auf den Po gefallen“, beschrieb die Lokalmatadorin die Situation. „Danach wollte ich nur schnell aufstehen und weiterlaufen.“ Doch sie sei mit dem Schlittschuh im Eis hängen geblieben und habe sich dabei verletzt.

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„Es ist ein relativ einfacher Bruch, der vermutlich auch schnell und ohne Operation verheilt“, sagte die 21-Jährige. Doch er bedeutet für sie bei einer Ausfallzeit von vier bis sechs Wochen das Saisonende, denn die Weltmeisterschaft findet vom 13. bis 15. März in Südkoreas Hauptstadt Seoul statt. „Ich komme am Wochenende dennoch in die Arena und feuere meine Mannschaft an.“ So wie am Freitag, als Seidel auf Krücken in die Halle zurückkehrte.

Alle Staffeln verpassen die nächste Runde

Bundestrainer Stuart Horsepool sagte: „Das ist unglaublich schade, denn sie hat am Donnerstag eine neue persönliche Rundenbestzeit aufgestellt.“ Ihr Ausfall habe auch das Team hart getroffen. Erst vor zwei Wochen hatte die zweifache Olympia-Starterin bei der EM im ungarischen Debrecen mit der Bronzemedaille über 1.500 Meter ihre gute Form unter Beweis gestellt.

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Auch sonst erwischten die Gastgeber keinen guten Start auf heimischem Eis. In allen Staffeln schieden sie bereits in den Qualifikationsrennen aus. Die Frauen verfehlten den Einzug ins Viertelfinale nach einem zweiten Platz hinter starken Ungarinnen. Die Männer lieferten zwar eine gute Leistung ab. Doch sie wurden als Gewinner ihres Laufes aufgrund eines Wechselfehlers disqualifiziert. „Die Jungs haben die US-Amerikaner geschlagen, aber leider einen Penalty bekommen“, sagte Horsepool. „Das war sehr frustrierend, denn der Fehler war vermeidbar.“ Die Mixed-Staffel verpasste nach Seidels Sturz das Viertelfinale.