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Zweites Grünschnabel-Lokal in Bautzen geplant

In einem bisher leeren Geschäft an der Reichenstraße soll es bald Vegetarisches und Veganes geben. Bis zur Eröffnung muss der Inhaber vor allem ein Problem lösen.

Hendrik Müller (l.), Inhaber des Restaurants Grünschnabel in Bautzen, will auf der Reichenstraße ein zweites Lokal öffnen. Dort wird sein Koch Qasim Hamidi arbeiten. Auf der Speisekarte soll internationale vegetarische und vegane Küche stehen.
Hendrik Müller (l.), Inhaber des Restaurants Grünschnabel in Bautzen, will auf der Reichenstraße ein zweites Lokal öffnen. Dort wird sein Koch Qasim Hamidi arbeiten. Auf der Speisekarte soll internationale vegetarische und vegane Küche stehen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Marokkanischer Linsen-Reis-Salat, Grillgemüse, Falafel, verschiedene Dips und vieles mehr soll es in Zukunft auf der Bautzener Reichenstraße geben. Denn der Inhaber des Lokals Grünschnabel, Hendrik Müller, will ins leer stehende Erdgeschoss zwischen Tabak-Börse und Optiker Lenz einziehen, um hier sein zweites Lokal zu eröffnen. „Es soll internationale vegetarische und vegane Küche mit fester Speisekarte geben. Voraussichtlich kommen auch wechselnde Suppen und Eintöpfe dazu", kündigt er an.

Vor rund sechs Jahren hatte Hendrik Müller sein erstes Lokal an der Ecke Rosenstraße/Kurt-Pchalek-Straße in Bautzen eröffnet, und fast genauso lange habe er die Idee für ein zweites. „Wir haben hier zum Mittagstisch fast immer volles Haus und merken, dass die Nachfrage nach vegetarischen und veganen Speisen groß ist.“ Da die jetzige Küche im Grünschnabel zu klein für einen Ausbau des Angebots sei, habe er schon länger nach geeigneten Objekten in Bautzen gesucht.

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Wunschtermin für Öffnung ist Mitte Herbst

Es gab einige Besichtigungen, aber es sei schwierig, geeignete Räume für die Gastronomie zu finden. „Wenn es noch keine gastronomische Einrichtung ist, muss das Geschäft umgewidmet werden. Dazu kommt der Umbau, der recht aufwendig ist“, erklärt der Inhaber. Dazu gehören der Brandschutz und die Küchenabluft. Nicht jeder Vermieter sei dazu bereit, dies mitzutragen oder sich gar an den Kosten zu beteiligen.

Bei dem künftigen Lokal auf der Reichenstraße sei das anders. Falk Sauer, ein Bekannter, habe das Gebäude vor einigen Monaten gekauft und wird einen Teil der Umbauarbeiten finanzieren. Dieser bestätigt, dass er alle Arbeiten am Gebäude übernehme und Hendrik Müller für die Einrichtung des Lokals und der Küche verantwortlich sei. „Technisch ist das alles machbar“, sagt der Hauseigentümer. Wie schnell es gehen werde, hänge von den Behörden oder den Handwerkern ab. Der Bauantrag sei eingereicht.

Hendrik Müllers Wunsch ist es, Mitte Herbst zu öffnen. Handwerker habe er angefragt. Die Arbeiten dürften zwei bis drei Monate dauern. Am Donnerstag fand die erste Baubesprechung statt. 28 Innenplätze sind geplant. Auch vor dem Lokal sollen Gäste bewirtet werden. Der Inhaber des Grünschnabels ist sich sicher, dass Bautzen generell, aber auch die Reichenstraße ein weiteres Lokal vertragen würde.

Personal für neues Lokal fehlt noch

Zwar gibt es diverse gastronomische Einrichtungen auf Bautzen Einkaufsstraße Nummer eins, aber ein rein vegetarisch-veganes Angebot noch nicht. „Für die Kunden ist es doch schön, Vielfalt vorzufinden“, so Müller. Probleme mit anderen Gaststätten erwartet er nicht. Mit dem Inhaber einer Pizzeria habe er bereits telefoniert.

Öffnen will er sein Lokal auf der Reichenstraße immer zur Mittagszeit, spätestens. Vielleicht werde es auch Frühstück geben, schließlich sei ja auch am Morgen schon genug in der Innenstadt los. Abends soll mindestens bis 18 Uhr offen sein, vielleicht auch länger.

All das hängt noch von einer entscheidenden Frage ab: Findet Hendrik Müller genug Personal? Gerade für den Service braucht er noch Leute. Der Arbeitsmarkt sei aber leer. Viele ehemalige Gastronomie-Mitarbeiter hätten Corona-bedingt die Branche gewechselt, weil sie aufgrund von vorübergehenden Schließungen nicht mehr arbeiten konnten. Die Wenigste würden jetzt zurückkommen. Immerhin gibt es schon einen Koch für das neue Lokal.

Zwei weitere Läden auf der Reichenstraße sind noch leer

Der junge Qasim Hamidi wird die Leitung der Küche übernehmen. Seit Ende vergangenen Jahres kocht er bereits im Grünschnabel. Er habe sich in Eigeninitiative beworben und passe sehr gut ins Team, sagt sein Chef. Der Afghane war vor über fünf Jahren aus seinem Heimatland geflüchtet, lebt in Bautzen und hatte im Sommer 2020 eine Ausbildung zum Koch abgeschlossen.

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Mit der Öffnung eines weiteren Grünschnabel-Lokals wäre ein Leerstand auf der Reichenstraße behoben. Aktuell stehen hier zwei weitere Geschäfte leer. Das ehemalige Büro von Galeria Reisen befindet sich nahe dem künftigen Grünschnabel. Es hatte Ende Juni 2020 geschlossen. Seitdem hat sich hier nichts getan. Der zweite Laden befindet sich auf der linken Seite in Richtung Hauptmarkt in der Reichenstraße 14. Dort wird nach einem neuen Mieter für das Erdgeschoss gesucht.

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