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Bankmitarbeiterin verhindert Enkeltrick

Eine 77-Jährige wollte in Hoyerswerda 12.000 Euro abheben. Eine Mitarbeiterin der Bank verhinderte dies. Es war nicht der einzige Fall im Kreis Bautzen.

In Hoyerswerda wurde eine 77-Jährige von angeblichen Polizisten angerufen. Diese erzählten der Dame, ihr Sohn habe bei einem Unfall eine schwangere Frau überfahren. Um eine Haft zu verhindern, müsse sie 20.000 Euro bezahlen.
In Hoyerswerda wurde eine 77-Jährige von angeblichen Polizisten angerufen. Diese erzählten der Dame, ihr Sohn habe bei einem Unfall eine schwangere Frau überfahren. Um eine Haft zu verhindern, müsse sie 20.000 Euro bezahlen. ©  dpa/Sebastian Gollnow (Symbolbild)

Bautzen/Hoyerswerda. Am Donnerstag hat eine Bankmitarbeiterin durch umsichtiges Handeln einen Enkeltrickbetrug in Hoyerswerda verhindert. Eine 77-jährige Dame betrat das Geldinstitut an der Albert-Einstein-Straße und beabsichtigte 12.000 Euro abzuheben. Die Angestellte wunderte sich über den hohen Betrag und fragte nach.

Die Kundin erzählte ihr, dass ein Polizist sie angerufen hat. Ihr Sohn habe bei einem Unfall eine schwangere Frau überfahren. Die Frau schwebe in Lebensgefahr und das Kind sei bereits tot. Um eine Haft ihres Sohnes zu verhindern, müsse sie 20.000 Euro bezahlen. Die Bankmitarbeiterin vermutete eine Betrugsmasche und informierte die Polizei.

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Auch in der letzten Woche sind Babys auf die Welt gekommen, die in Bautzen und Umgebung zu Hause sind.

Polizei registriert mehrere Fälle von Enkeltrickbetrug

Dieser Betrugsversuch war kein Einzelfall. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz hat die Polizei am Donnerstag über 20 solcher Fälle registriert. Die unbekannten Tatverdächtigen gaben sich dabei als Polizisten, Ärzte oder anderweitig Berechtigte aus. Ihren Opfern schilderten sie schwere Verkehrsunfälle, bei welchen eine Kaution nötig wäre, um eine Haft des Angehörigen abzuwenden.

In anderen Fällen beschrieben sie eine vermeintliche Corona-Erkrankung eines Verwandten und verlangten eine Geldsumme für ein Medikament. Außerdem versprachen sie Geldgewinne im Falle einer Vorauszahlung. Die Geldforderungen lagen zwischen 500 Euro und 80.000 Euro, auch in Form von Gutscheinkarten.

Tatverdächtige nutzen Corona-Pandemie aus

Die Betrüger nutzen die aktuelle Corona-Pandemie aus, um ihre betrügerischen Absichten umzusetzen. Sie verwenden dazu verschiedene Maschen. So weist die Polizei nochmals daraufhin, diese Anrufe keinesfalls ernst zu nehmen. Man solle sich die Rufnummer der Anrufer notieren, auflegen und die Polizei informieren. Außerdem bittet die Polizei Mitarbeiter von Banken, Taxiunternehmen und ähnlichen Gewerben, bei derartigen Sachverhalten besonders aufmerksam zu sein. (SZ)

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