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Chemnitzer Ausländerbehörde lehnt Aufenthaltserlaubnis für Pham Phi Son ab

Die Chemnitzer Ausländerbehörde hat erneut ein Bleiberecht für Familie Pham Phi Son geprüft. Die Entscheidung fällt negativ aus. Die Anwältin des Vietnamesen will dagegen vorgehen.

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Die Ausländerbehörde der Stadt Chemnitz hat ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für den Vietnamesen Pham Phi Son abgelehnt.
Die Ausländerbehörde der Stadt Chemnitz hat ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für den Vietnamesen Pham Phi Son abgelehnt. © dpa

Chemnitz. Die Ausländerbehörde der Stadt Chemnitz hat ein Aufenthaltsrecht aus humanitären Gründen für den Vietnamesen Pham Phi Son abgelehnt. Die Entscheidung sei aufgrund der aktuellen Rechtslage getroffen worden, erklärte Stadtsprecher Matthias Nowak am Mittwoch auf Anfrage. Über diesen Schritt, der sich bereits seit einigen Wochen abzeichnet, hatte zuvor die Freie Presse berichtet.

Pham Phi Sons Anwältin Jenny Fleischer will nun juristisch gegen die Ablehnung vorgehen, berichtet die Freie Presse . Da die Familie jederzeit abgeschoben werden könnte, will Fleischer eine Zusicherung seitens der Ausländerbehörde einholen, dass diese für die Dauer der juristischen Prüfung von einer Abschiebung absieht.

Pham lebt seit mehr als 30 Jahren in Deutschland. Wegen eines längeren Aufenthalts in Vietnam 2015/2016 hatte er sein Bleiberecht hierzulande jedoch verloren und ist zusammen mit seiner Familie nur noch geduldet. Die Duldung wurde zuletzt im Monats-Rhythmus verlängert.

Der Fall hat bereits Gerichte und zwei Mal Sachsens Härtefallkommission beschäftigt. Sie hatte Phams Schicksal bislang jedoch nicht als Härtefall eingestuft.

Laut Nowak könnte am ehesten ein erneuter Gang vor die Kommission eine Lösung in dem Fall bringen. Der Flüchtlingsrat sieht dies als Ultima Ratio angesichts dessen, dass dort Pham schon zuvor nicht als Härtefall eingestuft worden war. Die Chemnitzer Ausländerbehörde habe nicht ausreichend berücksichtigt, dass Pham und seine Partnerin inzwischen in der Gastronomie arbeiten und die Probezeit bald ende, sagte Sprecher Dave Schmidtke.

Pham selbst sagte der Freien Presse, dass sich seine Anwältin um den Antrag auf Aufenthaltsgenehmigung kümmere. Er selbst sei damit beschäftigt, "gut zu arbeiten, um Einkommen für die Familie zu verdienen". In den kommenden Tagen stehen für ihn und seine Frau zudem Sprachprüfungen auf dem Programm. (dpa/SZ)