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Dresden überschreitet die 100-Inzidenz

Nun läuft der Countdown: Liegt der Wert an drei Tagen über der Marke, werden die Lockerungen zurückgenommen. Womit die Dresdner rechnen müssen.

Dresden hat am Montag eine kritische Marke überschritten.
Dresden hat am Montag eine kritische Marke überschritten. © dpa/Sebastian Kahnert

Dresden. Die sächsische Landeshauptstadt hat am Montag die Wocheninzidenz von 100 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohne überschritten. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Wert aktuell bei 105,1. Sollte er auch am Dienstag und Mittwoch über der kritischen Marke liegen, müssten die Lockerungen am Freitag zurückgenommen werden. Dann greift die Notbremse. So sieht es die sächsische Corona-Schutzverordnung vor. Was sich kurz vor dem Wochenende ändern würde.

Einkaufen: Aus für Click & Meet

Die erste Stufe der Corona-Notbremse tritt ein, wenn die Wocheninzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Marke von 100 überschreitet. Dann werden zwei Tage später alle Geschäfte geschlossen, die in den vergangenen zwei Wochen per Terminbuchung besucht werden durften (Click & Meet) - Schuhläden, Bekleidungsgeschäfte, Elektronik- und Möbelmärkte zum Beispiel. Schließen müssen ebenfalls Kosmetikstudios, Tattoo-Studios, Musikschulen, Zoos und Botanische Gärten.

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Erlaubt bleibt die Öffnung lediglich jenen Geschäften, die der Grundversorgung dienen. Dazu zählen unter anderem Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Optiker, Banken, Buchläden, Tankstellen, Essenslieferdienste, Autowerkstätten, Garten- und Baumärkte sowie Blumenläden. Auch Friseure und Fußpflegen dürfen weiterhin öffnen.

Ausgangsbeschränkungen: Nur mit triftigem Grund vor die Tür

Mit der Notbremse werden die Dresdner auch wieder aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Es gilt eine ganztägige Ausgangsbeschränkung. Die Wohnung darf nur wegen triftigen Gründen verlassen werden, wozu etwa der Job, Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche zählen. Die frühere Beschränkung für Freizeitausflüge auf 15 Kilometer um den Wohnort herum ist nicht mehr Teil der aktuellen sächsischen Corona-Schutzverordnung.

Kontaktbeschränkungen: Nur noch einen Freund treffen

Auch die Kontaktbeschränkungen werden wieder verschärft, wenn die Inzidenz über der Marke von 100 bleibt. Dann dürfen sich die Mitglieder eines Haushalts (inklusive Partner) nur noch mit einer Person treffen, die in einem anderen Haushalt lebt. Insgesamt dürfen sich nicht mehr als fünf Menschen gleichzeitig und an einem Ort treffen. Kinder unter 15 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Die Regel gilt sowohl für öffentliche Plätze und Straßen als auch Wohnungen und Privatgrundstücke.

Das Wichtigste zum Coronavirus in Dresden:

Alkoholverbot: Trinken in der Innenstadt wieder tabu

Eingeschränkt wird darüber hinaus der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Er wird dort unter freiem Himmel verboten, wo sich besonders viele Menschen auf engem Raum aufhalten könnten - in den Innenstädten. Dresden hatte bereits im Winter Bereiche festgelegt, die Alt- und weite Teile der Neustadt umfassten.

Schulen: Kitas und Schulen wieder dicht

Bei Kitas und Schulen greift eine zweite Regel. Zwar gilt auch hier die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen als kritischer Wert. Allerdings muss dieser an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen (Montag bis Samstag) überschritten werden, damit die reguläre Kinderbetreuung sowie der Präsenzunterricht an Schulen wieder ausgesetzt werden. Außerdem muss erkennbar sein, dass sich die Lage auf absehbare Zeit auch nicht spürbar verbessern wird. Die Schließung von Kitas und Schulen würde dann in der darauffolgenden Woche in Kraft treten. Bei den Dresdner Schulen würde das frühestens nach den Osterferien passieren, die kommenden Montag starten.

Möglicherweise bald neue Regeln

All diese Regeln basieren auf der aktuellen Corona-Schutzverordnung. An diesem Montag werden sich die Ministerpräsidenten wieder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen und über eine Fortführung des Lockdowns beraten. Dabei werden womöglich einzelne Regeln angepasst, gestrichen oder neu eingeführt.

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