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Corona: Forst macht Trekkinghütten dicht

Wegen der gestiegenen Infektionszahlen werden die Hütten am Forststeig ab 24. Oktober geschlossen. Für Wanderer gibt es aber einen Plan B.

Die Tür von "Willys Ruh" bei Cunnersdorf bleibt ab 24. Oktober zu. Dann schließt der Sachsenforst alle Trekkinghütten am Forststeig.
Die Tür von "Willys Ruh" bei Cunnersdorf bleibt ab 24. Oktober zu. Dann schließt der Sachsenforst alle Trekkinghütten am Forststeig. © Marko Förster

Das Coronavirus trifft nun erneut Outdoorfreunde: Nachdem es auf Forststeig Elbsandstein bereits im Frühjahr Einschränkungen für die Wanderer gab, zieht der Sachsenforst erneut Konsequenzen. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der neuen Corona-Schutzverordnung in Sachsen ist das Übernachten in den Trekkinghütten ab Sonnabend, 24. Oktober, nicht mehr möglich. Darüber informiert Kerstin Rödiger, Sprecherin beim Sachsenforst. 

Mehrtagestouren auf dem rund 110 Kilometer langen Trekkingpfad durch die Sächsische und Böhmische Schweiz sollen dennoch weiter möglich sein. Deshalb gibt es einen Plan B für alle, die direkt im Wald übernachten wollen: Vom 24. bis 31. Oktober kann an den Trekkinghütten notgezeltet werden. 

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Abstand beim Wandern und Zelten

An den Häusern gelten dann die gleichen Regelungen wie auf den Biwakplätzen. Maximal fünf Zwei-Personen-Zelte dürfen vor Ort aufgestellt werden - jeweils für nur eine Nacht. Die Zelte müssen einem Abstand von mindestens zwei Metern haben. Auch die Wanderer sollen auf Distanz zueinander gehen. Denn auch im Wald gelten die allgemeinen Abstands- und Hygienevorschriften. Wer am Forststeig mehrere Tage unterwegs ist, sollte zudem Utensilien zum hygienischen Händewaschen wie Wasser, Seife und eigenes Handtuch sowie Hygieneartikel wie Mund-Nasen-Schutzmaske oder auch Desinfektionsmittel dabei haben und verwenden. Die Kosten für die Übernachtung im Zelt betragen fünf Euro pro Erwachsener und einen Euro pro Kind. Die Tickets dafür müssen im Vorfeld gekauft werden. 

Die Trekkinghütten schließen wegen der Coronakrise eher als geplant. Normalerweise dauert die Saison am Forststeig von Anfang April bis zum 31. Oktober. So lange dürfen die Biwakplätze und Trekkinghütten auch genutzt werden. Ab November ist dann auch das Notzelten untersagt, teilt der Sachsenforst mit. 

Umleitung an tschechischer Grenze

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Einschränkungen betreffen auch den Wanderweg selbst. Dieser zweigt südlich von Rosenthal-Bielatal ins Nachbarland Tschechien ab. Da Tschechien Risikogebiet ist, richtete der Sachsenforst wieder eine Umleitung für den Forststeig ein. Die ausgeschilderte Umleitung führt nach dem Taubenteich entlang des alten Grenzpfades, bis die normale Forststeigroute von Tisa kommend auf die deutsch-tschechische Grenze trifft. 

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