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Corona: Inzidenz im Kreis Görlitz so tief wie im Oktober

Das wichtige Kriterium für Lockerungen oder Verschärfungen der Corona-Maßnahmen macht einen Sprung am Dienstag. In Richtung weitere Öffnungen.

Können Biergärten am Freitag wieder öffnen im Landkreis Görlitz?
Können Biergärten am Freitag wieder öffnen im Landkreis Görlitz? © Sven Ellger

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Görlitz liegt nach Berechnungen des Robert-Koch-Institutes so tief wie zuletzt im Oktober vergangenen Jahres.

Das Berliner Institut gab am Dienstagmorgen den Inzidenzwert mit 49,9 an. Das sind rund 30 Punkte weniger als noch am Pfingstmontag, als die Inzidenz bei 80,7 lag.

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Die Angaben des Robert-Koch-Instituts sind entscheidend für Lockerungen oder Verschärfungen in der Corona-Pandemie.

Feiertag ist ein Grund für den Rückgang

Der drastische Rückgang der Inzidenz ist zum einen mit dem zusätzlichen Feiertag zu erklären. Am Pfingstmontag hatten weniger Arztpraxen offen, weniger Patienten gingen zum Arzt und konnten sich auf das Coronavirus testen. So wurde dem Kreis-Gesundheitsamt am Montag keine neue Infektion gemeldet, am Montag vor einer Woche waren es noch 88. In den nächsten Tagen ist dann auch wieder mit einem Nachholeffekt zu rechnen, ähnlich wie es ihn zuletzt Ostern gab.

Doch allein mit dem zusätzlichen Feiertag ist der Sprung nicht zu erklären. Schon in den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu solchen Phänomen, denen tags darauf eine Gegenbewegung folgte. Das ist nun auch in diesem Fall abzuwarten.

Nur noch 664 Menschen in Quarantäne

Auch beim Landkreis Görlitz entwickelten sich die Zahlen über Pfingsten in die richtige Richtung. Am Dienstag lag die 7-Tage-Inzidenz bei 51 - kaum höher als beim RKI. Und noch eine positive Entwicklung: Gegenwärtig müssen so wenige Menschen in Quarantäne zu Hause sein wie seit Monaten nicht mehr. Es waren am Dienstag noch 560 Einwohner des Kreises - 267 hatten sich mit dem Virus infiziert, 293 gelten als enge Kontaktpersonen. Auf dem Höhepunkt der dritten Welle hatten die Behörden zeitweise über 2.000 Einwohner des Kreises in Quarantäne geschickt.

Auch die Lage auf den Stationen in den Krankenhäusern bessert sich langsam. Das trifft vor allem auf die Normalstationen zu, wo 61 Patienten noch liegen. Eine intensivmedizinische Behandlung benötigen weitere 18 Covid-Patienten, unter ihnen werden acht noch beatmet. Damit ist die Belastung der Intensivstationen unverändert hoch. Und es sterben auch weiterhin Einwohner des Kreises nach einer Coronavirus-Infektion. Der Kreis vermeldete am Dienstag den Tod von zwei Frauen im Alter von 70 und 88 Jahren am 3. und 4. Mai im Zusammenhang mit Corona. Sie stammen aus Görlitz und Weißwasser. Seit Beginn der Pandemie starben 1.110 Einwohner des Kreises an oder mit dem Coronavirus.

Gastronomen hoffen jetzt auf die Außensitze

Immerhin unterschritt am Dienstag der Inzidenzwert im Kreis Görlitz den vierten Werktag in Folge die Inzidenz von 100. Damit wird es immer realistischer, dass ab Freitag die Gaststätten ihre Außensitze oder Biergärten in Betrieb nehmen können. Auch die Schwimmhallen dürfen dann wieder öffnen. Bedingung für all diese Lockerungen: Die 7-Tage-Inzidenz muss auch an diesem Mittwoch noch unter 100 liegen, es wäre der fünfte Werktag.

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