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Ohne Maske einkaufen? Das müssen Sie jetzt wissen

Sachsen ändert zum Freitag die Corona-Regeln. Beim Einkaufen fällt bei einer Inzidenz unter 10 die Maskenpflicht weg. Beim Fußball sind Zuschauer zugelassen.

Draußen ist die Maskenpflicht schon gefallen, bei einer Inzidenz unter 10 wird sie nun auch in Supermärkten und anderen Geschäften aufgehoben
Draußen ist die Maskenpflicht schon gefallen, bei einer Inzidenz unter 10 wird sie nun auch in Supermärkten und anderen Geschäften aufgehoben © Matthias Weber/photoweber.de

Dresden. Sachsen passt seine Corona-Regeln den dauerhaft niedrigen Infektionszahlen an. Bei einer Inzidenz unter 10 – wie derzeit in allen Landkreisen und Großstädten – wird die Maskenpflicht in Supermärkten und anderen Geschäften aufgehoben. Das kündigte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in Dresden an.

Die neue Regelung der Corona-Schutzverordnung gilt ab Freitag, den 16. Juli. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, soll weiterhin eine Maske nötig sein. Auch in Bus und Bahn muss weiterhin eine Maske getragen werden, genauso wie bei körpernahen Dienstleistungen, etwa einem Besuch beim Friseur oder der Kosmetik.

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Köpping kündigte auch an, dass Impfen ohne Termine ab sofort ganztägig in allen Impfzentren angeboten wird – bisher war es erst ab 14 Uhr möglich. Menschen, die sich spontan gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, können sich auch den Impfstoff aussuchen. Mit niedrigschwelligen Angeboten will der Freistaat die Impfbereitschaft erhöhen, sagte Köpping. So soll es auch auf dem "Schlesischen Tippelmarkt" in Görlitz am Wochenende ein Impfangebot geben.

Maximal 25.000 Zuschauer

Sachsen hat außerdem Regeln für Großveranstaltungen beschlossen, nachdem sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien vor einer Woche auf die bundesweite Rückkehr der Zuschauer in die Stadien geeinigt hatten. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen maximal 5.000 Zuschauer da sein. Liegt der Wert unter 35, dürfen maximal 25.000 Menschen zur Veranstaltung.

Für alle Veranstaltungsorte gilt aber eine maximale 50-Prozent-Auslastung – nicht nur bei Fußballspielen, sondern für sämtliche Großveranstaltungen aus dem Bereich des Sports und der Kultur, auch in Hallen. Allerdings können die zuständigen Gesundheitsämter Ausnahmen für Höchstgrenzen für Zuschauer zulassen, wenn es das Hygienekonzept zulässt.

Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden darf demnach für den Saisonauftakt gegen den FC Ingolstadt am 24. Juli mindestens 16.000 Tickets verkaufen. Die Zuschauer müssen jedoch strenge Bedingungen erfüllen, die auch Dynamo im Hygienekonzept zu berücksichtigen hat. So müssen alle Fans beim Zutritt zum Stadion einen tagesaktuellen Test vorweisen oder geimpft bzw. genesen sein. Zudem müssen "vorzugsweise" personalisierte Tickets verkauft werden, die eine Kontaktverfolgung ermöglichen. Der Ausschank sowie der Konsum von Alkohol soll in den Hygienekonzepten beschränkt werden. Medizinische Masken können nur am Platz abgenommen werden.

Vorbereitung auf den Herbst

Sachsens Regierung arbeitet außerdem an einem Konzept, um sich auf den Herbst vorzubereiten. Das soll in der kommenden Woche beschlossen werden. Vorgesehen sind unter anderem eine verstärkte Kontaktnachverfolgung innerhalb von 24 Stunden, Quarantäneüberwachung und Tests bei Reiserückkehrern und vermehrte Kontrollen durch die Ämter.

Auch die 13 Impfzentren bleiben bis Ende September geöffnet und die mobilen Teams im Einsatz. Die Kommunen sollen sich darauf vorbereiten, die Infrastruktur der Testzentren für Bürgertests schnell wieder hochfahren zu können. Dafür hat das Land Reserven an Testkits und Schutzausrüstung angelegt. Die Koordination mit den Krankhäusern soll fortgesetzt werden. Auch mit den Pflegeheime gibt es Absprachen - vor allem dazu, die Impfquoten von Personal und Bewohnern zu erhöhen und die Hygienekonzepte daran anzupassen.

Für Schüler und Schulpersonal sind auch im neuen Schuljahr verpflichtende Corona-Tests vorgesehen. Sollten die Inzidenzzahlen wieder steigen, müssen die Tests nach den Sommerferien wieder zweimal pro Woche stattfinden. Derzeit ist nur ein Negativtest wöchentlich erforderlich. Diskutiert werde im Kabinett auch, die Schüler schon in der letzten Ferienwoche zu testen, so Köpping. Das Kultusministerium plant das aber derzeit nicht. Nach den Sommerferien könnte es auch wieder eine Maskenpflicht gelten.

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Geändert wird zudem die Arbeitnehmertestpflicht nach der Rückkehr aus dem Urlaub. Wer länger als fünf Tage in Urlaub war, muss – unabhängig von dem Ort, an dem er sich aufgehalten hat – einen Negativtest vorlegen. Wenn kein Test vorgelegt wird, muss beim Arbeitgeber ein Test gemacht werden. Diese Regelung gilt ab dem 26. Juli.

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