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Corona: So ist die Lage in Sachsens Schulen

Mehrere Landkreise liegen unter dem Corona-Inzidenzwert von 165 - noch ist aber Geduld gefragt. Auch die Testpflicht entfällt für einige.

Sinken die Zahlen weiter, könnten einige Schüler in der nächste Woche in ihre Schulen zurückkehren.
Sinken die Zahlen weiter, könnten einige Schüler in der nächste Woche in ihre Schulen zurückkehren. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild (Symbolfoto)

Dresden. Sinkende Corona-Infektionszahlen in Sachsen nähren in einigen Regionen die Hoffnung, Schulen und Kitas in einzelnen Landkreisen wieder zu öffnen. Die Regelung der „Notbremse“ im Infektionsschutzgesetz machen das etwas kompliziert. Das ist der Stand.

Grundschulen könnten wieder Regelbetrieb anbieten

Derzeit sind Schulen und Kitas nur in den Städten Leipzig und Dresden sowie im Landkreis Leipzig geöffnet. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt nach Angabe des Robert Koch-Instituts unter 165.

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Im Landkreis Leipzig lag der Inzidenzwert am Sonnabend bei 167, am Sonntag bei 162 – bliebt die Inzidenz so hoch, könnten hier Schulschließungen drohen. Der Präsenzunterricht müsste ausgesetzt werden, wenn die Inzidenz drei Tage über 165 liegt.

Dresden liegt in der Nähe der 100er-Grenze, Leipzig seit Freitag darunter. Bei einer Inzidenz unter 100 ist in Grundschulen Wechselunterricht nicht mehr verpflichtend. Die Schulen könnten zum eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren, bei dem die Klassen in festen Gruppen unterrichtet werden und nicht mehr abwechselnd in der Schule und zu Hause. Das würde die Betreuung im Hort einfacher machen., weil die Kinder, die keinen Präsenzunterricht haben, nicht mehr notbetreut werden müssten.

Schulen in zwei Kreisen könnten wieder öffnen

Mit den Landkreisen Nordsachsen und Vogtland befinden sich zwei Regionen unter dem für Schul- und Kitaöffnungen nötigen Grenzwert von 165. Nach den Vorgaben der Bundes-"Notbremse" muss die Inzidenz fünf Werktage – inklusive Sonnabend – in Folge unter dem Wert 165 liegen, damit am übernächsten Tag die Schulen im Wechselunterricht starten dürfen und die Kitas in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen dürfen. In Nordsachsen und im Vogtland könnte es bei stabilen Werten unter 165 am Mittwoch soweit sein. Allerdings: Steigt der Inzidenzwert beim Robert Koch-Institut an einem Tag über 165, beginnt die Zählung von vorn.

In acht Kreisen bleiben Schulen und Kitas geschlossen

Corona-Hotspot in Sachsen ist weiterhin der Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von knapp 300. In den Landkreisen Mittelsachsen und Zwickau liegt der Inzidenzwert über 200, der Landkreis Bautzen und die Stadt Chemnitz sind am Sonntag knapp darunter. In diesen Regionen ist Präsenzunterricht in den Schulen nicht möglich. Kitas dürfen nur eine Notbetreuung für Kinder anbieten, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Ausnahmen gibt es für die Schülerinnen und Schüler an den Förderschulen und in den Abschlussklassen. Hierzu zählen an Gymnasien die Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie auch die 4. Klassen an den Grundschulen. Sie können ihre Schulen weiterhin besuchen.

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Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das Schulpersonal müssen im Präsenzunterricht zweimal pro Woche getestet werden. Durch die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Ausnahmen für Geimpfte und Genesene fällt die Testpflicht ab Montag für die Lehrerinnen und Lehrer weg, die schon vollständig geimpft sind. Wie viele das sind, ist noch unklar. „Wir bereiten derzeit eine Abfrage zum Umfang der Impfung bei Lehrern vor“, teilt das Kultusministerium mit. In Sachsen können sich die Lehrkräfte und das Schulpersonal an allen Schulen seit Mitte April impfen lassen, Lehrer an Förder- und Grundschulen sowie das Personal in Kindertageseinrichtungen sind schon seit Öffnung der Prioritätengruppe 2 dran.

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