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So geht es jetzt mit den Coronatests in Sachsen weiter

Für Ungeimpfte wird es ab diesem Montag komplizierter und teurer, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Denn die Tests kosten nun Geld.

Ab diesem Montag gibt es keine kostenlosen Tests mehr für alle.
Ab diesem Montag gibt es keine kostenlosen Tests mehr für alle. © dpa/Christoph Soeder

Dresden. Ab diesem Montag wird es für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, komplizierter, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Denn wegen der Abschaffung der kostenlosen Bürgertests schließen einige Testzentren in Sachsen, unter anderem das DRK-Testzentrum im Dresdner Haus der Presse. Die vier Testzentren im Landkreis Meißen werden bis vorerst 31. Oktober weiter betrieben, teilte das DRK mit.

Sachsens Gesundheitsministerium hält die Anzahl der Testzentren weiter für ausreichend. „Da positive Testergebnisse meldepflichtig sind und es genügend Testmöglichkeiten bei Verdacht auf eine Erkrankung gibt, wird nicht davon ausgegangen, dass der Überblick über das Infektionsgeschehen verloren geht“, hieß es aus dem Ministerium.

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Schon im Juli hatte die Regierung in ihrem Herbstplan die Kommunen aufgefordert, inzidenzabhängige Pläne zu den regional benötigten Testkapazitäten vorzubereiten. Apotheken und Zahnärzte sollten bei Bedarf landesweit gebeten werden, ihre Testkapazitäten zu erhöhen.

Bisher gab es etwa 800 Teststellen in Sachsen, unter anderem vom DRK, den Johannitern und anderen Verbänden, aber auch von privaten Anbietern, in dm-Märkten oder Apotheken. Die Drogeriemarktkette dm hat ihre Teststellen zum 30. September geschlossen. Das Unternehmen begründete dies mit gesunkener Nachfrage und der Abschaffung der kostenlosen Tests. Der Landesapothekerverband Sachsen geht davon aus, dass die meisten Apotheken noch Tests anbieten werden.

Preise sind unterschiedlich

Ungeimpfte brauchen in Sachsen einen negativen Corona-Test, um ein Restaurant oder eine Veranstaltung zu besuchen. Derzeit gilt die 3G-Regel in allen sächsischen Landkreisen und Großstädten außer Nordsachsen.

Ab 11. Oktober müssen alle den dafür erforderlichen Corona-Schnelltest selbst bezahlen. Das hat die Bundesregierung beschlossen. "Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann, ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger erforderlich", heiß es vom Bundesgesundheitsministerium.

Ausnahmen gibt es nur für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung besteht. Das gilt für Kinder unter 12 Jahren, bis zum 31. Dezember auch für Minderjährige und Schwangere. Menschen mit Symptomen können sich weiterhin kostenlos testen lassen – am besten beim Hausarzt. Auch Kontaktpersonen haben zur Beendigung der Quarantäne einen Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest. Kostenfrei bleibt die Testung auch für Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern.

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Wie viel die Bürger für die Tests zahlen müssen, ist noch unklar. Die Preise für Antigen-Schnelltests variieren zwischen 18 und 40 Euro, PCR-Tests können auch 130 Euro kosten. Das Bundesgesundheitsministerium schätzt die Preise mithilfe der bestehenden Vergütungshöhen: Der Bund erstattet bisher 11,50 Euro für Schnelltests und 43,56 Euro für PCR-Tests.

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