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So viele Kinder in Sachsen sind in den Kitas

Krippen, Kindergärten und Horte in Sachsen sind seit Montag wieder geöffnet. Das Betreuungsangebot nutzen nun mehr Eltern als noch im Frühjahr.

Die Kinder in Sachsen können seit Montag wieder ihre Einrichtungen besuchen.
Die Kinder in Sachsen können seit Montag wieder ihre Einrichtungen besuchen. © dpa

Dresden. Die überwiegende Mehrheit der Eltern in Sachsen schickt ihre Kinder wieder in die Kindertageseinrichtungen. Nach einer Erhebung des Sächsischen Städte- und Gemeindetags wurden Krippe, Kindergarten und Hort am Stichtag 17. Februar von rund vier Fünfteln der Kinder in Anspruch genommen.

In Chemnitz, Leipzig und Dresden waren am Mittwoch etwa 79 Prozent der Kinder in ihrer Krippe oder ihrem Kindergarten, im Hort wurden 81 Prozent der Kinder betreut. In den anderen Städten und Gemeinden betrug der Anteil im Kindergarten 83 Prozent und in den Horten waren es 79 Prozent.

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„Wie erwartet ist damit der Start in den eingeschränkten Regelbetrieb deutlich höher ausgefallen als im Frühjahr 2020“, teilte der Städte- und Gemeindetag am Freitag mit. Im Frühjahr 2020 wurden Krippe und Kindergarten von 69 Prozent der Kinder besucht. Dies mache deutlich, dass der Bedarf, die Kinder in die Betreuung zu geben, diesmal wesentlich höher ist als nach dem Ende des ersten Kita-Lockdowns 2020, heißt es.

Weniger Infektionen in den Kitas

Sachsen hatte Kitas und Grundschulen am 15. Februar wieder geöffnet. Zwei Monate lang war nur eine Notbetreuung möglich, die Beschäftigte in systemrelevanten Berufen nutzen konnten. Nach Angaben des Kultusministeriums lag die Betreuungsquote in dieser Zeit bei 25 bis 27 Prozent. Die Zahl der Infektionsfälle in den Einrichtungen ging von Dezember bis Februar zurück. In der Woche vom 18. bis 25. Dezember wurden nach Angaben des Sozialministeriums Coronainfektionen in 384 Kitas gemeldet, 376 Erzieherinnen und Erzieher sowie 195 Kinder waren betroffen. In der ersten Februarwoche wurden Infektionen in 103 Einrichtungen registriert, 77 beim Personal, 81 bei Kindern.

Seit der Öffnung werden die Kinder nun im eingeschränkten Regelbetrieb betreut. Das bedeutet die strikte Trennung der Gruppen und feste Bezugspersonen, um eventuelle Infektionsketten kurz und nachvollziehbar zu halten. Die Kinder sollen sich auch außerhalb der Gruppenräume auf dem Gelände der Einrichtung nicht begegnen.

Sachsen stellt kostenlose Schnelltestkits bereit

Für mehr Infektionsschutz forderte der Arbeiter-Samariter-Bund zuletzt die Kostenübernahme für regelmäßige Coronatests bei Erzieherinnen und Erziehern. Lehrer können sich einmal wöchentlich kostenlos auf Corona testen lassen. Das finanziert das Kultusministerium. Für das Kita-Personal sind die Träger zuständig. „Nur durch konsequente Tests können wir unsere Mitarbeitenden und Familien schützen und verhindern, dass eine Infektion weitergetragen wird“, sagte Matthias Czech, der Vorstandsvorsitzende des ASB Landesverbands Sachsen. Der ASB in Sachsen testet sein Personal in elf Hort- und 53 Kindertageseinrichtungen auf regelmäßiger Basis.

Am Freitagmorgen reagierte der Freistaat. Trägern der Kindertageseinrichtungen sowie den Kindertagesspflegepersonen werden kostenlos Corona-Schnelltestkits zur Verfügung gestellt, teilte das Kultusministerium mit. Die Schnelltestkits sollen von den Trägern eingesetzt werden, um das Personal in den Einrichtungen zunächst bis zur Verfügbarkeit von geeigneten Antigen-Selbsttestkits einmal pro Woche durch geschultes Personal auf Corona testen zu können. "Das Land unterstützt die Kita-Träger, damit diese der berechtigten Erwartung der Erzieherinnen und Erzieher nachkommen können", sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Wird die Impfreihenfolge geändert?

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Für ein geringeres Infektionsrisiko könnte auch eine Änderung in der Impfreihenfolge sorgen, die derzeit diskutiert wird. Der Arbeiter-Samariter-Bund begrüßt entsprechende Vorschläge, Erzieherinnen und Erzieher in der zweiten, statt wie bislang in der dritten Priorisierungsgruppe zu berücksichtigen. „Sie haben in der Kleinkind-Betreuung keine Möglichkeit, notwendige Abstände einzuhalten, und sind potenziellen Infektionen besonders ausgesetzt. Erzieherinnen und Erzieher verdienen einen besonders frühen Schutz durch die Impfung“, so ASB-Sachsen-Chef Czech.

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