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Weitere Corona-Tote im Kreis Meißen

Die Fallzahlen im Landkreis Meißen gingen wieder etwas zurück. Das Gesundheitsamt beantwortet Fragen zur Häufigkeit und Zuverlässigkeit von Corona-Tests.

Ein PCR-Test wird von einem mobilen Einsatzteam vorgenommen. Diese Test sind inzwischen sehr genau. Über sieben Prozent aller Corona-Tests haben ein positives Ergebnis. Der Tagesanstieg im Landkreis Meißen geht am Montag wieder etwas zurück.
Ein PCR-Test wird von einem mobilen Einsatzteam vorgenommen. Diese Test sind inzwischen sehr genau. Über sieben Prozent aller Corona-Tests haben ein positives Ergebnis. Der Tagesanstieg im Landkreis Meißen geht am Montag wieder etwas zurück. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Meißen. Der Anstieg der Corona-Fallzahlen lässt weiter nach. Vermutlich ist das aber noch der dämpfende Wochenendeffekt. Im Landkreis Meißen sind bislang 1.809 Personen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Davon befinden sich 735 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Gegenüber dem Sonntag sind 29 neu infizierte Personen hinzugekommen (Anstieg am Sonntag: 37, am Samstag: 79).

Aktuell sind 1.317 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne. Der Inzidenzwert für den Landkreis Meißen liegt am Montag bei 193,4 (Sonntag: 198,8, Samstag: 194,2).

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Unabhängig vom Status der Quarantäne werden am Montag 92 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen stationär behandelt. 22 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Es sind zwei weitere Corona-Todesfälle hinzugekommen. Die Zahl der Verstorbenen beträgt damit insgesamt 46.

© Gesundheitsamt Meißen
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© Gesundheitsamt Meißen
© Gesundheitsamt Meißen
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Mehrere Anfragen von SZ-Lesern und Nutzern von sächsische.de zur konkreten Anzahl von Corona-Tests im Landkreis Meißen hat das Landratsamt am Montag beantwortet. Es sei nicht möglich, so Sprecherin Anja Schmiedgen-Pietsch, eine konkrete Anzahl an täglichen Corona-Tests zu benennen. "Dies resultiert daher, dass verschiedene Institutionen Tests beauftragen und nur positive Testergebnisse an das Gesundheitsamt gemeldet werden müssen", so Frau Schmiedgen-Pietsch. Neben der Infektionsambulanz der Elblandkliniken kommen auch mobile Teams, beispielsweise in Seniorenheimen, zum Einsatz. Zudem führen niedergelassene Ärzte selbst Tests durch, deren Zahl dem Gesundheitsamt unbekannt ist.

Die Firma Statista hat auf Basis von Daten des Robert Koch-Instituts deutschlandweit die Zahl des Tests, der positiven Tests und die sich daraus ergebende Rate der positiven Tests berechnet. Aktuell ist diese Positivrate wieder angestiegen und liegt Anfang November bei 7,26 Prozent. Die steigenden Infektionszahlen der zweiten Welle können daher nicht mehr auf die steigende Zahl an Tests zurückgeführt werden. Die Zahl der wöchentlichen Tests liegt seit Wochen konstant bei über einer Million, zuletzt sogar bei 1,5 Millionen. Noch im Oktober waren nur etwas über ein Prozent der Tests positiv.

Eine Frage von SZ-Leser Peter Meier zur Zuverlässigkeit von Corona-Tests beantwortete das Amt ebenfalls. Die Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien hat für PCR-Testungen in 488 Laboren aus 36 Ländern eine Sensitivität von 99 Prozent ermittelt. Das heißt, der Test identifiziert 99 von 100 Infektionen - und eine nicht. Hinsichtlich der Spezifität ermittelte die Gesellschaft einen Wert von 98 Prozent. Das heißt, der Test liefert bei 2 von 100 Gesunden ein falsch-positives Ergebnis. Die hohe Treffsicherheit der PCR-Tests wird von den Elblandkliniken Meißen, die mittlerweile über 35.000 solcher Tests durchgeführt haben, bestätigt. Für die Aussagekraft der Tests ist aber laut Gesundheitsamt noch ein weiterer Faktor wichtig: die sogenannte Vortestwahrscheinlichkeit. Sie beschreibt, wie hoch das Risiko ist, dass eine Person überhaupt mit dem Virus infiziert sein könnte.

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Hatte eine Person engen und längeren Kontakt mit einem Covid-19-Patienten und damit ein hohes Infektionsrisiko, so ist ein positiver PCR-Test mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit richtig. Wird diese Person jedoch negativ getestet, so ist dies kein Freibrief und auch kein Anlass, die Quarantänezeit zu verkürzen. Denn der Abstrich könnte zu einem so frühen Zeitpunkt nach einer Ansteckung entnommen worden sein, an dem noch nicht genügend Virus-Material im Körper vorhanden ist. In solchen Fällen sollte der Test einige Tage später wiederholt werden.

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