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Osterurlaub 2021 geht doch – zum Beispiel auf Mallorca

Die Warnung für die Balearen ist aufgehoben. Reiseunternehmen und Fluggesellschaften werben nun um Kunden.

Ein Mann geht in Palma am Strand von Arenal über den Sand. Mallorca gilt ab Sonntag nicht mehr als Corona-Risikogebiet.
Ein Mann geht in Palma am Strand von Arenal über den Sand. Mallorca gilt ab Sonntag nicht mehr als Corona-Risikogebiet. © Clara Margais/dpa

Berlin. Seit Freitagmittag zählen die Balearen nicht mehr als Risikogebiet. Wegen der anhaltend niedrigen Inzidenzraten hat das Robert-Koch-Institut seine Bewertung für die spanische Inselgruppe sowie weitere Regionen aktualisiert. Damit entfällt automatisch die Reisewarnung – Urlauber müssen bei der Rückkehr nach Deutschland nicht mehr in Quarantäne, auch die Testpflicht entfällt. Für die Einreise nach Spanien werden allerdings nach wie vor ein negatives PCR-Testergebnis und eine Registrierung verlangt.

Mehrere Reiseunternehmen hatten zu Wochenbeginn angekündigt, Osterferien auf Mallorca und den Nachbarinseln zu ermöglichen – und damit Druck auf die Politik ausgeübt. Schon seit längerer Zeit meldet das beliebte Urlaubsgebiet deutlich niedrigere Infektionsraten als in Deutschland. „Die Aufhebung der Reisewarnungen ist die logische Konsequenz aus den deutlich gesunkenen Inzidenzen, die beispielsweise auf Mallorca bereits seit Wochen unter 50 und derzeit bei 21 liegen“, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbandes, Norbert Fiebig.

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Palmen spiegeln sich im Pool eines geschlossenen Hotels am Strand von Arenal.
Palmen spiegeln sich im Pool eines geschlossenen Hotels am Strand von Arenal. © Clara Margais/dpa

Auf Mallorca gilt eine strenge Maskenpflicht. Restaurants und Cafés können ihre Außenbereiche bis 17 Uhr und mit beschränkter Platzanzahl öffnen, ab kommenden Montag dürfen auch Innenräume genutzt werden. Große Verkaufsflächen wie Shoppingcenter und Kaufhäuser dürfen ab sofort auch samstags öffnen.

Für Festland-Spanier sind Osterferien auf Mallorca, Ibiza und Menorca dagegen untersagt. Sie dürfen die Grenzen zwischen den Regionen vom 17. bis 21. März sowie vom 26. März bis 9. April nur in Ausnahmefällen und aus triftigem Grund überschreiten.

Die Tui als größter deutscher Veranstalter bewarb bereits am Donnerstag Angebote für Osterurlaub im Drei-Sterne-Hotel auf Mallorca ab 349 Euro. Nun sollen die ersten Flüge schon am 21. März ab Hannover, Frankfurt und Düsseldorf starten. DER Touristik – dazu gehören unter anderem die Marken Dertour, ITS und Jahn Reisen – zog am Freitag nach. Hier gibt es eine Woche im First-Class-Hotel ab 669 Euro – inklusive Flug, Transfer, Frühstück sowie PCR-Tests für Hin- und Rückreise. Auch FTI und Alltours wollen ihre Angebote über die Feiertage ausweiten.

Ein Rezeptionist spricht am Telefon im Hotel Riu Festival in Palma de Mallorca.
Ein Rezeptionist spricht am Telefon im Hotel Riu Festival in Palma de Mallorca. © Clara Margais/dpa

Für die Sachsen dürfte insbesondere die An- und Abreise mit Umständen verbunden sein. Fluggesellschaften erhöhen zwar nach und nach ihre Kapazitäten, die allermeisten Urlaubsflieger nach Palma de Mallorca starten allerdings von westdeutschen Flughäfen. Wer von Sachsen aus abreist, muss entweder umsteigen, tiefer in die Tasche greifen oder sich noch gedulden. Condor offeriert den ersten Direktflug von Leipzig am 28. März ab 300 Euro (eine Strecke) und von Dresden erst am 1. Mai. Auch Sundair plant derzeit die ersten Flüge ab Dresden erst ab Mai. Eurowings startet nach gegenwärtigem Stand am 12. April ab Dresden und am 1. Mai ab Leipzig. In Leipzig ruhe der Passagierverkehr bereits seit vorigem Dezember, sagte der Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, Uwe Schuhart. In Dresden starteten gestern zwei Maschinen gen Frankfurt.

Neben den Änderungen auf den Balearen gelten ab Sonntag folgende weitere neuen Einstufungen:

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  • Neben Mallorca gehören auch einige andere spanischen Regionen nicht mehr zu den Risikogebieten. Für Portugal wurde die Bewertung als Virusvariantengebiet aufgehoben.

  • Moldau und das ostafrikanische Tansania werden Hochrisikogebiete mit Testpflicht bei der Einreise und anschließender Quarantäne.

  • Die französische Karibikinsel Guadeloupe und eine Region in Finnland werden zum "normalen" Risikogebiet erklärt.

  • Die Bahamas in der Karibik und Nordjylland im Norden Dänemarks sind ab Sonntag keine Risikogebiete mehr.

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