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Wir müssen mit vielen weiteren Toten rechnen

Die Corona-Pandemie im Landkreis Görlitz klingt nicht ab. Das Impfen ist eine große Hoffnung, aber nicht für alle. Ein Kommentar.

Symbolbild
Symbolbild © PA Wire / Montage: SZ

Seit Anfang Dezember sind im Landkreis Görlitz rund 360 Menschen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Während die Pandemie schon zehn Monate andauert, wurden zwei von drei Todesfällen seit Beginn der Pandemie erst in den letzten sechs Wochen gezählt.

Das zeigt, wie schwer die Pandemie derzeit an der Neiße wütet, wie stark sie die Menschen heimsucht, die Kliniken an ihre Grenzen bringt.

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Noch ist an der Neiße nicht Bologna, muss die Armee nicht auf Lastwagen die Särge von den Kliniken abholen. Aber die Nachrichten über die angespannte Lage auch in den Krematorien von Görlitz und Zittau sollten nun jedem zu denken geben.

Wenn selbst nach solchen Wochen Politiker aber noch sagen, das Schlimmste käme noch, so sind das brutalstmögliche Ankündigungen, die sich hoffentlich nicht bewahrheiten. Denn wie hoch sollen die Todeszahlen noch täglich schnellen, wie schwierig die Lage in den Kliniken werden? Wie hält das die Gesellschaft aus?

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Womöglich aber ist das Schlimmste der nächsten Woche auch eher ein psychisches Problem: Auf der einen Seite die vielen menschlichen Tragödien und auf der anderen Seite die Hoffnung, ja die wachsende Ungeduld nach einer schützenden Impfung. Doch ehe ausreichend Impfstoff selbst für die bedrohtesten Bevölkerungsgruppen zur Verfügung steht, wird es wohl Mitte/Ende Februar werden. Das ist noch eine lange Zeit, in der das Virus weiter wüten wird. Bis dahin werden noch viele im Landkreis Görlitz den Wettlauf mit der Zeit verlieren.

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