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Dresden: So viele Gratis-Schnelltests waren positiv

Einmal pro Woche sollen sich alle Dresdner gratis auf Corona testen lassen können. Wie viele Tests bisher positiv ausfielen und wo sie überall angeboten werden.

Einmal pro Woche können sich die Dresdner testen lassen.
Einmal pro Woche können sich die Dresdner testen lassen. © Sven Ellger

Dresden. Seit Montag gibt es für die Dresdner erstmals die Möglichkeit, sich einmal wöchentlich kostenfrei mit einem Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen zu lassen. Dazu hat die Stadt ein Testzentrum eröffnet.

Die bisherige Bilanz des Dresdner Schnelltestzentrums

Im Testzentrum wurden bis Stand Donnerstag insgesamt 2.065 Antigen-Schnelltests durchgeführt. Davon waren 17 positiv, so die Stadt. Im Schnitt schaffen die Tester etwa 150 Tests pro Stunde. Im Einsatz sind jeweils sieben Personen in der Früh- und Spätschicht. Vor Ort sind Personen mit sanitätsdienstlicher Ausbildung von der Johanniter-Unfallhilfe Dresden, die Feuerwehr Dresden unterstützt seit Mittwoch die Spätschicht.

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Vor allem morgens 7 Uhr sei der Andrang groß, weil Menschen sich vor dem Start in den Arbeitsalltag testen lassen. Über den Vormittag entspannt sich die Lage meist. Zur Mittagszeit wird es oft wieder mehr Publikum, ebenso nach 16 Uhr.

Die Schnellteststrecke ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Die Dresdner können sich hier kostenlos einmal wöchentlich testen lassen.

Gratis Schnelltests in der Friedrichstadt

Das Schnelltestzentrum Dresden-Friedrichstadt ist vom Dresdner Gesundheitsamt beauftragt, kostenlose Schnelltests einmal wöchentlich pro Dresdner durchzuführen. Um den Test in Anspruch zu nehmen, muss online unter testzentrum.tkf-dresden.de ein Termin vereinbart werden, so die Inhaber.

Zu diesem ist pünktlich, aber auch nicht zu früh, zu erscheinen, um Warteschlangen zu vermeiden. Ein Personalausweis und die Krankenkassen-Versichertenkarte müssen mitgebracht werden. Das Schnelltestzentrum befindet sich auf der Schäferstraße 59 in Friedrichstadt, direkt an der Straßenbahnhaltestelle "Manitiusstraße" der Linie 1.

Wie funktioniert das Corona-Test-Zentrum in der Messe?

Das Testzentrum der Stadt befindet sich im Ostragehege auf dem Gelände der Messe. Die dortige Schnellteststrecke ist künftig täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Termine müssen nicht gebucht werden, so die Stadt. Bis zu 500 Menschen können hier am Tag getestet werden, auch Kinder. Für sie gilt allerdings die Altersempfehlung ab 12 Jahren. Pro Schicht nehmen fünf Mitarbeiter die Testproben ab. Ab nächster Woche ist mehr Personal geplant, dann sollen etwa 1.000 Schnelltests pro Tag möglich sein.

Gebraucht wird neben dem Personalausweis die Chipkarte der Krankenversicherung und bestenfalls die bereits vorbereitete Antigen-Test-Bescheinigung, die aus dem Internetportal der Stadt heruntergeladen werden kann. Haben Dresdner nicht die Möglichkeit, vorher an das Blatt zu gelangen, können sie sich darauf verlassen, dass es die Ausdrucke auch im Schnelltest-Zentrum gibt.

Getestet wird per Rachen-Abstrich, am Montagmittag lief alles gut organisiert und schnell ab. Nach dem Anmelden folgt der Abstrich und dann das Warten im Wartebereich. Nach 15 Minuten ist das Ergebnis da.

Organisiert wird das Angebot auf dem Messegelände von den Johannitern und der Feuerwehr. Die Tests finden auf Parkplatz P3 statt. Fahrzeuge müssen auf dem Parkplatz P7 abgestellt werden, vor Ort soll eine FFP2-Maske getragen werden.

Bereits seit Montagmorgen 7 Uhr waren die Mitarbeiter damit beschäftigt, das Schnelltest-Zentrum einzurichten. Dafür wurden Zelte aufgestellt, die von den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) ausgeliehen wurden und beheizt werden können.

Was passiert im Zentrum bei einem positiven Schnelltest?

"Entsprechend der kommunalen Teststrategie des Gesundheitsamtes gibt es auf dem Gelände der Dresdner Messe die Möglichkeit, sowohl einen Antigenschnelltest als auch PCR-Tests durchzuführen", sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Denn bei einem positiven Schnelltestergebnis gelte es, eine PCR-Gegenprobe durchzuführen. "Dies ist beides an Ort und Stelle möglich."

Am Montagmorgen bildeten sich lange Schlangen vor dem neuen Schnelltestzentrum.
Am Montagmorgen bildeten sich lange Schlangen vor dem neuen Schnelltestzentrum. © SZ/Julia Vollmer

Erhöht werden soll hier vor allem die Geschwindigkeit bei der genauen Kontrolle von Menschen, deren Schnelltest positiv ausfällt. Sie werden direkt vom Schnelltest-Zentrum zu einem PCR-Test in der Messe geschickt. Bekommen sie später auch von dort ein positives Ergebnis, müssen sie in Quarantäne.

Kristin Kaufmann will das Testzentrum an der Messe als "Beitrag der Stadt zu mehr Normalität" verstanden wissen. Helfen soll auf dem Weg dorthin künftig auch eine App, ein Handy-Programm der Stadt, das der Datenübermittlung dient.

Wo soll es die kostenlosen Schnelltests noch geben?

Möglichst bald soll das neue Testzentrum in der Messe ergänzt werden durch ähnliche Angebote in der gesamten Stadt. Dazu werden Apotheken aber auch Hilfsorganisationen oder Privatanbieter gesucht, die diese Aufgabe ebenfalls übernehmen können und wollen.

Auch Katja Daub will die kostenlosen Schnelltests in ihren drei City-Apotheken am Hauptbahnhof, in der Hauptstraße und am Dr.-Külz-Ring so schnell wie möglich anbieten. Das werde wohl aber noch einige Tage Zeit in Anspruch nehmen. Dazu müsse sie zunächst vom Dresdner Gesundheitsamt beauftragt werden, erklärt Daub.

Mit dem Amt sei sie bereits im Gespräch, am Mittwoch gab es einen Vor-Ort-Termin in ihren Filialen. "Wir sind vorbereitet." Unklarheit gebe es allerdings noch in Bezug auf das Abrechnungskonzept, denn für die kostenlosen Schnelltests müsse sie in Vorleistung gehen. Wie sie sich das Geld dafür bei der Kassenärztlichen Vereinigung wiederholen kann, sei noch offen.

Dresdens Oberbürgermeister wirbt jedoch auch um weitere potenzielle Anbieter: "Hiermit richte ich eine deutliche Bitte an mögliche Akteure, für sich zu prüfen, ob sie sich ebenfalls als Testzentrum anbieten möchten", so Hilbert am vergangenen Freitag.

Um einen Eindruck zu gewinnen, welche Voraussetzungen für Testzentren erfüllt sein sollten, sei eine Checkliste online abrufbar, so die Stadt. Einrichtungen, die den Auftrag zum Testzentrum erhalten möchten, sollten sich unter [email protected] melden.

Nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Gesundheitsamt könne die Beauftragung erfolgen. Mit ihr können die Kosten zur Abrechnung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen vorgelegt werden.

Eine Übersicht über die vom Gesundheitsamt geprüften und mit der Durchführung der Antigenschnelltests beauftragten Testzentren findet sich auf der städtischen Internetseite.

Überblick: Hier sind kostenlose Schnelltests in Dresden möglich

  • Testzentrum Messe Dresden (Johanniter): Öffnungszeiten täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr. Eine Terminbuchung ist nicht notwendig. Die Testung findet auf Parkplatz P3 im Messegelände statt.
  • Corona-Teststation (Johanniter): Am Grünen Zipfel 2, 01109 Dresden, Anmeldung online oder telefonisch unter 0351 2091444.
  • Testzentrum Schäferstraße: Schäferstraße 59, 01067 Dresden, zur Anmeldung
  • Covid Testcenter Dresden: Friedrich-List-Platz 2, 01069 Dresden / keine symptomatischen Patienten, zur Anmeldung
  • Apotheke Naußlitz-Center: Kesselsdorfer Straße 81, 01159 Dresden
  • Apotheke am Ei: Liebigstraße 20-22, 01187 Dresden, zur Anmeldung
  • Sophien Apotheke: Lockwitzer Straße 9, 01219 Dresden, zur Anmeldung

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass die Testzentren den Beginn der kostenfreien Tests selbst festlegen und es möglich ist, dass bei den aufgezählten Anbietern noch keine kostenfreie Testung möglich ist. (Stand: 10. März)

Wie genau sind die Tests überhaupt?

Nicht so genau wie ein PCR-Test, der zwischen 24 und 48 Stunden dauert und im Labor durchgeführt wird. Das Problem: Der Test schlägt nur bei einer vergleichsweise hohen Viruslast an. Unter Umständen fällt das Ergebnis zu Beginn oder zum Ende einer Infektion negativ aus. Einigermaßen verlässlich sind dagegen positive Resultate.

Trotzdem sieht die Bundesregierung in Schnelltests einen Baustein, um weitere Lockerungen zu ermöglichen. Denn wer sich regelmäßig testen ließe, bei dem sei die Wahrscheinlichkeit höher, dass er auch in der Phase einer hohen Viruslast getestet wird.

Schnelltests für den Hausgebrauch, sogenannte Selbst- oder Laientests, sind in Deutschland nun ebenfalls erlaubt, seit letztem Samstag sind sie etwa bei der Discounterkette Aldi zu haben. Ab dieser Woche startet auch der Verkauf in Dresdner Apotheken und in Drogeriemärkten.

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