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Dresden ist auf Corona-Verstöße vorbereitet

Bundesweit wird unter #wirmachenauf dazu aufgerufen, die Corona-Regeln zu brechen und am Montag Läden zu öffnen. Wie das Dresdner Rathaus damit umgeht.

Unter #wirmachenauf rufen Händler und weitere Dienstleister am Montag zum illegalen Öffnen auf.
Unter #wirmachenauf rufen Händler und weitere Dienstleister am Montag zum illegalen Öffnen auf. © Norbert Millauer

Dresden. Mehrere sächsische Händler wollen trotz Lockdown am Montag öffnen. Dazu wird bundesweit auf mehreren Kanälen mobilisiert.

Das bewusste Brechen der Corona-Regeln sei für den Initiator "Protest". Dahinter steckt der Krefelder Kosmetikstudio-Betreiber Macit Uzbay, der seit 2. Januar unter dem Synonym MedMecit in ganz Deutschland dazu aufruft. Verbreitet wird dieser Aufruf auch von Rechtsextremisten.

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Öffnen sollen neben Geschäften auch Restaurants und Dienstleister wie Kosmetikstudios und Solarien. Wer öffnet, werde am Montag auf den Kanälen der Aktion verbreitet, heißt es.

Darunter sei mindestens auch ein Dresdner Imbiss eines Kleingartenvereins, der Live-Musik und Bierausschank ankündigt.

Bußgeld von 500 Euro für Verstoß gegen Corona-Regeln

Die Stadtverwaltung wolle sich nicht überraschen lassen von den möglichen Verstößen, "Ordnungsamt und Polizei haben sich dazu abgestimmt", sagt der Dresdner Rathaussprecher Kai Schulz. "Sie sind auf etwaige Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung eingestellt."

Denjenigen, die trotz Verbotes öffnen, droht mindestens ein Bußgeld von 500 Euro. Es wird auch noch geprüft, ob es sich möglicherweise um Straftaten handle, wenn sich das Virus nachweislich durch die Öffnung verbreite. Um sich davor zu schützen, setzt die Stadt auch auf die Dresdner. "Es wird selbstverständlich auch Hinweisen von Bürgern zu möglichen illegalen Öffnungen nachgegangen", so Schulz weiter.

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