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Entscheidungen zur Körse-Therme erst im März

Auch nach der jüngsten Sitzung des Kreistages gibt es keinen konkreten Plan zur Rettung des Kirschauer Bades. Öffnen soll es trotzdem so bald wie möglich.

Sobald die Corona-Schutzmaßnahmen es erlauben, wird die Körse-Therme in Kirschau wieder öffnen. Ein Konzept für den künftigen Betrieb des defizitären Hallenbades kann es allerdings frühestens im Frühjahr 2021 geben.
Sobald die Corona-Schutzmaßnahmen es erlauben, wird die Körse-Therme in Kirschau wieder öffnen. Ein Konzept für den künftigen Betrieb des defizitären Hallenbades kann es allerdings frühestens im Frühjahr 2021 geben. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen/Kirschau. Mit der jüngsten Sitzung des Bautzener Kreistages am Montagabend waren große Hoffnungen auf eine klare Perspektive für die geschlossene Körse-Therme in Kirschau verbunden. Bereits im September hatten sich die Räte grundsätzlich für die Rettung des Hallen- und Freizeitbades ausgesprochen, dessen defizitäre Haushaltslage durch die Einnahmeausfälle infolge der Corona-Krise noch verstärkt worden war.

Der grobe Plan von damals - die Gründung einer neuen Gesellschaft zum Betrieb des Bades durch den Landkreis und der Beitritt des Landkreises zum Zweckverband, der das Bad bislang noch betreibt - sollten in der letzten Sitzung des Kreistages im Jahr 2020 konkretisiert und beschlossen werden. Form und Satzung der neu zu gründenden Betriebsgesellschaft, die Höhe der Anteile des Landkreises am Zweckverband oder auch ein Beitrittsdatum hätten dann bestenfalls an diesem Montag auf der Tagesordnung gestanden. Der Beitritt des Landkreises zum Zweckverband Körse-Therme und damit eine echte Perspektive für die rund 30 Beschäftigten der Einrichtung zum 1. Januar 2021 wären damit in greifbare Nähe gerückt.

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Wiedereröffnung wird nachgeholt

Tatsächlich fand sich eine Beschlussvorlage zur Körse-Therme auf der Liste der Abstimmungspunkte. Die allerdings fiel eher knapp aus und behandelte lediglich eine Formalie: Da das Hallenbad aufgrund neuer Corona-Schutzmaßnahmen nicht, wie im September vereinbart, im November öffnen konnte, einigten sich die Räte mehrheitlich darauf, die Wiedereröffnung nachzuholen, sobald die gesetzlichen Bestimmungen dies erlauben.

An den grundsätzlichen Plänen zur Gründung einer neuen Betreibergesellschaft ändere das nichts, teilt das Bautzener Landratsamt mit. Die Verhandlungen, so Verbandsvorsitzender Sven Gabriel, liefen aber gegenwärtig weiter. Er steht dem Zweckverband vor, mit dem die Stadt Schirgiswalde-Kirschau und die Gemeinden Sohland, Obergurig und Beiersdorf die Körse-Therme bislang betreiben. "Es sind halt viele einzelne Fragen abzustimmen, jede Punkt für Punkt. Dabei wurde bislang noch kein Stand erreicht, der den Stadt- und Gemeinderäten, der Verbandsversammlung oder dem Kreistag vorgelegt werden kann", so Gabriel.

Mitarbeiter sind erneut in Kurzarbeit

Sorgen um die Sicherstellung des künftigen Badbetriebs macht er sich deshalb nicht. Immerhin, so Gabriel weiter, schiebe der Landkreis derzeit in Abstimmung mit dem Zweckverband die Planungen zur Sanierung des Hallenbades an. Für weitere Beschlüsse zur künftigen Betriebsform der Körse-Therme blickt er hoffnungsvoll auf die Sitzung des Kreistages im März 2021: "Ich gehe davon aus, dass bis März eine weitere Beschlussvorlage zur Körse-Therme in den Kreistag eingebracht werden kann. Wenigstens im Haushaltsplan des Landkreises, der ebenfalls Gegenstand dieser Sitzung sein wird, wird das Thema auftauchen."

Die Verlängerung der Pandemie-bedingten Einschränkungen zwingt den Zweckverband nun zunächst dazu, die Einnahmeausfälle der normalerweise umsatzstarken Monate November und Dezember bestmöglich zu kompensieren. Konkret heißt das: Die Technik, die für die geplante Wiedereröffnung zum 1. November für rund 100.000 Euro ertüchtigt worden war, muss wieder ein stückweit runtergefahren werden. Die rund 30 Mitarbeiter der Einrichtiung befinden sich seit 1. November wieder in Kurzarbeit. Außerdem hofft der Verbandsvorsitzende auf Corona-Hilfszahlungen: "Laut unserer Lesart sind wir von den Hilfspaketen nicht ausgeschlossen. Entsprechende Anträge haben wir vorbereitet. Diese werden gegenwärtig geprüft."

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