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Sachsen

Kretschmer: "Das reicht noch nicht"

Am Montag beraten die Länderchefs wieder mit der Kanzlerin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht noch keine Zeit für Lockerungen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht die Zeit für Lockerungen des Teil-Lockdowns noch nicht gekommen.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sieht die Zeit für Lockerungen des Teil-Lockdowns noch nicht gekommen. © Robert Michael/dpa

Berlin. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht angesichts der gegenwärtigen Corona-Infektionszahlen noch keine Möglichkeit für eine Lockerung der Beschränkungen. "Die Zahlen, die wir jetzt haben, reichen bei weitem nicht aus. Wir haben maximal eine leichte Seitwärtsbewegung erreicht", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". 

"Wir werden sehen, zu welchen Entscheidungen wir am kommenden Montag kommen müssen." An diesem Tag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder ein Zwischenfazit des Teil-Lockdowns ziehen.

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...und lassen Sie sich elektrisieren.

"Wenn es uns nicht gelingt, tatsächlich wieder substanziell nach unten zu kommen - das heißt: 50 Infizierte je 100.000 Einwohner über sieben Tage - dann werden das schwierige Monate, die vor uns liegen", so Kretschmer. 

Man sei erst eine Woche im Teil-Lockdown, es könne sich also noch einiges verändern. Dann diskutiere man anders. "Aber die Erwartung war ja, dass die Zahlen so nach unten gehen können, dass man tatsächlich wieder Gastronomie öffnen kann, dass wir Weihnachtsmärkte vielleicht in einer anderen Form haben, dass wir Gottesdienste haben können. Das kann man anhand der jetzt vorliegenden Zahlen noch nicht sehen."

Sachsen hat seine Corona-Regeln am Dienstag noch einmal angepasst. Bis Ende November bleiben neben Musikschulen auch die Volkshochschulen geschlossen. Als Konsequenz aus der Großdemonstration in Leipzig am vergangenen Sonnabend hat das Kabinett auch noch einmal konkretisiert, dass Übernachtungen in Hotels und Pensionen nur aus notwendigen beruflichen, sozialen oder medizinischen Gründen erlaubt sind. Außerdem werden Versammlungen auf 1.000 Teilnehmer begrenzt.  

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