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Mehr kostenlose Corona-Tests für Dresdner gefordert

Die meisten Menschen müssen jetzt Schnelltests selber bezahlen. Für Dresden fordern Politiker nun einen eigenen Weg. Wer demnach nicht dafür bezahlen müsste.

Viele Testzentren haben mittlerweile geschlossen, seit Montag müssen die Bürger selber zahlen.
Viele Testzentren haben mittlerweile geschlossen, seit Montag müssen die Bürger selber zahlen. © Archiv/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Schnelltests auf das Coronavirus sind seit wenigen Tagen nicht mehr kostenlos für alle Bürger. Bis auf wenige Ausnahmen müssen diese Tests selber bezahlt werden. Diese werden aber benötigt, um beispielsweise zu Veranstaltungen, in Restaurants und vieles mehr zu kommen, wenn man nicht geimpft oder genesen ist. Zusätzlich zu den wenigen Ausnahmen sollen diese Tests aber weiterhin für Dresdner kostenlos angeboten werden. Das fordert eine Stadtratsfraktion.

Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann und das mit einem ärztlichen Attest belegt, Kinder unter zwölf Jahren und voraussichtlich bis Jahresende Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren, und Schwangere bekommen weiterhin kostenlose Tests. Ebenso ausgenommen von der Zahlpflicht sind Personen, die einen Test zum Beenden der Quarantäne benötigen oder entsprechende Symptome haben und beim Arzt getestet werden. Alle anderen müssen dafür zahlen.

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Die Liste der Ausnahmen soll in Dresden nun erweitert werden. Die Dissidenten-Fraktion hat dazu einen entsprechenden Eilantrag eingebracht.

Freistaat soll für Corona-Schnelltests aufkommen

Stimmt der Stadtrat diesem Antrag zu, soll die Stadt mit sofortiger Wirkung die Schnelltestkosten von maximal zwei Schnelltests pro Woche übernehmen, für Dresdner, die bereits mindestens eine Corona-Impfung erhalten haben, solange diese noch keinen vollständigen Impfschutz besitzen.

Zudem soll Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) prüfen, in welchen begründeten anderen Fällen die Schnelltestkosten durch die Stadt übernommen werden sollten. OB Hilbert soll außerdem versuchen, beim Land zu erwirken, dass die Kosten für den Plan erstattet werden, da diese Regelung die Impfbereitschaft in Dresden erhöhen soll.

„Damit sollen Impfanreize für Menschen geschaffen werden, die sich kurzfristig für eine Schutzimpfung entschieden haben oder sich noch entscheiden“, so Dissidenten-Stadtrat Michael Schmelich. „Um der nach wie vor schlechten Impfquote in Dresden kreativ entgegenzuwirken, muss die Stadt handeln.“ Die Entscheidung, die kostenlosen Tests weitgehend einzustellen, schaffe keinen unmittelbaren Anreiz, sich impfen zu lassen.

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Da Dresden im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten eine ausgesprochen niedrige Impfquote zu verzeichnen habe, bedürfe es auch kommunaler Anstrengungen, die Impfbereitschaft zu erhöhen. Eine Übernahme der Schnelltestkosten unter der Voraussetzung, dass Betroffene geimpft sind, biete einen hinlänglichen Anreiz. Dass vollständig Geimpfte durch die neue Regelung von kostenlosen freiwilligen Schnelltests ausgeschlossen sind, bezeichnet Schmelich als "unverständlich".

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