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Quarantäne: Ungeimpfte künftig ohne Lohnfortzahlung

Wie umgehen mit Ungeimpften im Falle einer Corona-Quarantäne? Die Amtschefs der Gesundheitsministerien sind für den Wegfall der Staatszuschüsse.

Von Gunnar Saft
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Für Ungeimpfte, die in Corona-Quarantäne müssen, soll es künftig keine aus Steuergeldern finanzierte Lohnfortzahlung mehr geben.
Für Ungeimpfte, die in Corona-Quarantäne müssen, soll es künftig keine aus Steuergeldern finanzierte Lohnfortzahlung mehr geben. © SZ/Uwe Soeder (Symbolbild)

Berlin/Dresden. Für ungeimpfte Arbeitnehmer, die in Corona-Quarantäne müssen, soll es künftig keine aus Steuermitteln finanzierte Lohnfortzahlung mehr geben. Das erfuhr Sächsische.de am Freitag aus Teilnehmerkreisen der Konferenz der Amtschefs der Gesundheitsministerien. Das Gremium einigte sich demnach darauf, den Gesundheitsministern von Bund und Ländern, die am Mittwoch nächster Woche darüber entscheiden wollen, eine entsprechende Beschlussvorlage vorzulegen.

Der Wegfall der Lohnfortzahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne ist umstritten. Während Kritiker vor einer „Impfpflicht durch die Hintertür“ warnen, verweisen Befürworter darauf, dass das Infektionsschutzgesetz einen entsprechenden Einschnitt vorsieht, und es dem Steuerzahler nicht länger zuzumuten sei, diese Kosten trotz vieler Impfangebote mitzutragen.

Sachsen hatte bereits im Vorfeld angekündigt, sich einer bundesweiten Lösung anzuschließen.