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Sachsen rechnen mit schneller Corona-Impfung

Die Mehrheit geht davon aus, dass sie deutlich früher als angekündigt gegen das Coronavirus geimpft wird. Beim Impfstoff gibt es einen klaren Favoriten.

Etwas weniger als ein Viertel der Sachsen über 18 Jahre haben derzeit schon ihre Corona-Erstimpfung erhalten. Nun rechnen viele damit, dass die Impfkampagne in den nächsten Tagen richtig Fahrt aufnimmt.
Etwas weniger als ein Viertel der Sachsen über 18 Jahre haben derzeit schon ihre Corona-Erstimpfung erhalten. Nun rechnen viele damit, dass die Impfkampagne in den nächsten Tagen richtig Fahrt aufnimmt. © dpa

Bis zum Ende des Sommers soll jeder, der sich gegen das Coronavirus impfen lassen will, ein Impfangebot erhalten. So haben es Kanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) zu Beginn der Impfkampagne angekündigt. Doch die Zulassung von neuen Impfstoffen, die vermehrte Lieferung von Dosen nach Deutschland und die Freigabe der Impfungen für immer neue Personengruppen nähren die Hoffnung, dass es doch ein bisschen schneller geht - auch in Sachsen.

Das ist das Fazit einer repräsentativen Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet und nun ausgewertet hat. Wir wollten wissen, wann die impfwilligen Sachsen ihrer Meinung nach die Möglichkeit haben werden, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

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Das Ergebnis: Zusammengerechnet rund zwei Drittel der Menschen (65,3 Prozent) gehen davon aus, dass sie in den nächsten drei Monaten - also schon Ende Juli - gegen das Coronavirus geimpft sein werden. Noch erstaunlicher: Rund 27 Prozent davon rechnen sogar damit, dass sie bereits in der nächsten Woche den für viele erlösenden Pieks erhalten. 17 Prozent rechnen im Laufe des nächsten Monats damit. Rund 22 Prozent gehen davon aus, dass sie in ein bis drei Monaten geimpft werden.

Im Vergleich dazu denken relativ wenige Sachsen, dass sie erst ab August bei der Impfung zum Zuge kommen. Rund 14 Prozent rechnen erst mit einer Impfung im nächsten halben Jahr. 1,4 Prozent der Sachsen beziehungsweise 4,6 Prozent der Sachsen denken, dass sie erst in den nächsten neun Monaten beziehungsweise im Laufe der nächsten zwölf Monate an der Reihe sind. 3,8 Prozent gehen davon, dass es noch länger dauert. Rund elf Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Was den bevorzugten Impfstoff angeht, haben die Sachsen einen klaren Favoriten: Biontech. Das ist das Ergebnis einer zweiten repräsentativen Umfrage. Demnach sagen rund 38 Prozent der Sachsen, dass sie sich am liebsten mit diesem Impfstoff impfen lassen würden. Auf Platz zwei folgt der in der EU noch gar nicht zugelassene russische Impfstoff Sputnik V. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Moderna stehen bei jeweils fünf Prozent der Sachsen ganz oben auf der Wunschliste. Jeweils drei Prozent favorisieren den Impfstoff von Johnson & Johnson und von Curevac.

Rund 13 Prozent der Sachsen hingegen haben keinen Favoriten. Für sie macht es keinen Unterschied, mit welchem Impfstoff sie geimpft werden. Rund zwölf Prozent haben mit "weiß nicht" oder "keinen der Genannten" auf die Frage geantwortet.

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An der erstgenannten Umfrage wurde bisher bundesweit 7.448 Mal teilgenommen. Aus 256 Stimmen wurde eine Stichprobe gezogen, die der Grundgesamtheit der sächsischen Wahlbevölkerung entspricht. An der zweiten Umfrage wurde bisher bundesweit 73.882 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die Sachsen-Zahlen liegt bei 353. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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