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Vierte Corona-Welle rollt im Kreis Görlitz aus

Die Inzidenz liegt wieder auf dem Stand von Oktober. Omikron spielt noch keine Rolle. Doch seit Jahresbeginn wurden 67 Todesfälle nachgemeldet.

Von Sebastian Beutler
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Im Kreis Görlitz liegen die täglichen Neuinfektionen unter dem Niveau im Dezember.
Im Kreis Görlitz liegen die täglichen Neuinfektionen unter dem Niveau im Dezember. © Symbolbild: dpa/Jens Büttner

Der Jahresauftakt 2022 hält in der Corona-Pandemie gute und traurige Nachrichten bereit.

Die guten: Die Neuinfektionen bleiben stabil, die Inzidenzwerte gehen zurück, in den Kliniken liegen weniger Corona-Patienten. Die schlechte: Viele Todesfälle aus dem Dezember werden jetzt nachgemeldet. Die Zahlen im Einzelnen:

Nur noch 72 Corona-Patienten in den Kliniken

Am Dienstag verzeichnete das Kreis-Gesundheitsamt in Görlitz 140 Neuinfektionen und berechnete die 7-Tage-Inzidenz mit 293. Sie liegt damit so tief wie zuletzt am 27. Oktober, als die vierte Corona-Welle ins Rollen kam.

Das Robert-Koch-Institut in Berlin bezog nur vier Neuinfektionen in seine Inzidenzberechnung am Dienstagmorgen ein, sodass es auf 181 Fälle in sieben Tagen auf 100.000 Einwohner kam. Das war der geringste Wert im Freistaat Sachsen und der zehntbeste in der gesamten Bundesrepublik - und doch vermutlich nur eine Momentaufnahme, die schon am Mittwoch Geschichte ist. Trotzdem stimmen die Zahlen vom RKI und vom Görlitzer Gesundheitsamt im Trend überein: Sie gehen zurück, die Infektionsdynamik flaut trotz Omikron ab.

Auch die Belastung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten geht weiter zurück. Derzeit befinden sich 72 Personen in medizinischer Behandlung in den verschiedenen Kliniken des Landkreises Görlitz, elf weniger als noch am Montag. 14 von ihnen benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 35 Patienten der Normalstation und acht Patienten der ITS sind ungeimpft.

Weitere sechs Todesfälle

Bleibt die traurige Nachricht: Dem Kreis-Gesundheitsamt lag für die Zeit vom 29. Dezember 2021 bis zum 4. Januar die Bestätigung von sechs weiteren Todesfällen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion vor. Allein seit Jahresbeginn wurden im Landkreis 67 Todesfälle mit oder am Coronavirus verzeichnet, die meisten von ihnen ereigneten sich im Dezember. Die am Dienstag registrierten Opfer waren drei Frauen und drei Männer im Alter von 65 und 89 Jahren. Sie stammen aus Görlitz, Kodersdorf, Niesky, Quitzdorf und Seifhennersdorf (zwei). Im Kreis Görlitz sind bislang 1.451 Einwohner mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.