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Berliner Bäder-Betriebe erlauben "oben ohne" für alle

Eine Frau wird aus einem Schwimmbad geworfen, weil sie sich weigert, ihre Brüste zu verdecken. Nach einer Beschwerde lenken die Verantwortlichen ein.

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In Berliner Schwimmhallen und Freibädern dürfen Frauen künftig "oben ohne" baden.
In Berliner Schwimmhallen und Freibädern dürfen Frauen künftig "oben ohne" baden. ©  Pixabay (Symbolfoto)

Berlin. In Berliner Schwimmhallen und Freibädern dürfen Frauen künftig "oben ohne" baden. Nach einer Diskriminierungsbeschwerde bei der Ombudsstelle für das Landesantidiskriminierungsgesetz werden die Bäder-Betriebe in Zukunft ihre Haus- und Badeordnung geschlechtergerecht anwenden, teilte die Senatsverwaltung für Justiz und Antidiskriminierung am Donnerstag mit.

Eine 33-jährige Frau war im Dezember in einem Schwimmbad in Berlin-Kaulsdorf vom Aufsichtspersonal aufgefordert worden, die Brüste zu bedecken. Als sie sich weigerte, wurde sie des Bades verwiesen. In ihrer Beschwerde verwies sie darauf, dass die Haus- und Badeordnung der Bäderbetriebe keine geschlechtsspezifischen Festlegungen trifft und lediglich das Tragen "handelsüblicher Badekleidung vorschreibt".

Nach einer Intervention der Ombudsstelle bei den Bäderbetrieben solle nun das Schwimmen mit freiem Oberkörper auch "für weibliche Personen beziehungsweise für Personen mit weiblich gelesener Brust künftig möglich sein", hieß es. (epd)