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Deutschland & Welt

Zahl der Smartphone-Nutzer steigt

Neun von zehn Deutschen können sich ein Leben ohne die Geräte nicht mehr vorstellen.

Eine junge Frau blickt auf ihr Smartphone.
Eine junge Frau blickt auf ihr Smartphone. © dpa/Marius Becker

Berlin. Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen ein Smartphone. Nach Berechnungen des Digitalverbandes Bitkom stieg die Zahl der Smartphonenutzer im vergangenen Jahr um drei Prozentpunkte auf 79 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren. Das entspricht 56 Millionen Menschen. Die Bedeutung des Smartphones habe auch zugenommen.

Bei einer repräsentativen Umfrage sagten neun von zehn Menschen (88 Prozent), dass sich ein Leben ohne die mobilen Geräte nicht mehr vorstellen können, acht Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr (80 Prozent). Gerade auch in der Corona-Pandemie sei das Mobiltelefon für viele Menschen wichtig: 82 Prozent sagen, dass es ihnen geholfen hat, besser durch die Krise zu kommen. Fast drei Viertel (73 Prozent) würden lieber auf ein Auto verzichten als auf ihr Smartphone.

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Der App-Markt wächst

Der Verband erwartet, dass die Umsätze der Branche rund um die Smartphones auch im zweiten Coronajahr auf dem hohen Niveau von 2020 bleiben: 2021 werden mit den Smartphones selbst, Anwendungen, mobilen Telekommunikationsdiensten und Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland voraussichtlich 35 Milliarden Euro umgesetzt - genauso viel wie im Jahr 2020. Den größten Anteil am Umsatz machen demnach Daten- und Sprachdienste mit 20 Milliarden Euro (+0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) aus. Mit den Smartphones selbst werden voraussichtlich 10,9 Milliarden Euro (+0,3 Prozent) umgesetzt. Der App-Markt wächst laut Bitkom-Prognose auf 2 Milliarden Euro (+11 Prozent).

"Vor allem zu Beginn der Corona-Pandemie waren Nutzer zurückhaltend beim Neukauf, im zweiten Halbjahr 2020 zog die Nachfrage dann an",. sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas, Deutschlandchef der Telefónica.

Bei den Anforderungen an ein neues Gerät stehen elementare Merkmale im Vordergrund. So wünschen sich 91 Prozent ein robusteres Bildschirmglas, 88 Prozent eine gute Akkulaufzeit. Die Verarbeitungsqualität (91 Prozent) und ein möglichst günstiger Preis (88 Prozent) spielen auch eine große Rolle. Deutlich weniger gefragt ist ein faltbarer Bildschirm (29 Prozent), mit dem Hersteller wie Samsung, Motorola und Huawei bei bestimmten Spitzenmodellen werben.

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Die fünfte Mobilfunkgeneration 5G interessiert inzwischen deutlich mehr Anwender. Anfang 2020 sagten noch 46 Prozent, dass 5G-Fähigkeit beim Smartphone-Kauf für sie wichtig sei, inzwischen sind es fast zwei Drittel (63 Prozent). Auch die Zahlungsbereitschaft ist gestiegen. 11 Euro pro Monat darf ein Mobilfunkvertrag zusätzlich kosten, wenn er 5G bereitstellt, sagen die Befragten im Durchschnitt. (dpa)

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