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Kamenz

Pulsnitz: Mehr Platz für junge Tänzer

Bei der Tanz- und Theaterwerkstatt trainieren 150 Kinder und Jugendliche. In den Räumen geht es eng zu. Doch jetzt gibt es für dieses Problem eine gute Lösung.

Jule Kühnel, Maxi Stölzel und Linda Wippich (hintere Reihe von links) von der Tanz- und Theaterwerkstatt in Pulsnitz zeigen Katniss, Lara und Emily, wie man sich bewegt.
Jule Kühnel, Maxi Stölzel und Linda Wippich (hintere Reihe von links) von der Tanz- und Theaterwerkstatt in Pulsnitz zeigen Katniss, Lara und Emily, wie man sich bewegt. © Matthias Schumann

Pulsnitz. Die Haltung muss stimmen. Das wissen schon die jüngsten Tänzerinnen der Tanz- und Theaterwerkstatt Pulsnitz. Und sie haben ihre Vorbilder. Drei junge Frauen zeigen ihnen, wie sie sich zur Musik bewegen sollen. Und wenn es mal nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm. Man kann ja immer wieder üben. Denn bei den Auftritten stehen auch die ganz kleinen schon mit auf der Bühne und zeigen, was sie gelernt haben. 

Linda Wippich, Jule Kühnel und Maxi Stölzel sind die drei jungen Tänzerinnen, die als Übungsleiterinnen in die Fußstapfen der Tainerinnen Monique Jentsch und Victoria Hübner treten, und den kleinen Mädchen die ersten Schritte zeigen. Sie sind von Anfang an bei der Tanz- und Theaterwerkstatt in Pulsnitz mit dabei, und wissen, dass der Verein mehr Platz braucht. Genauso wie Chefin Nancy Wippich aus Neukirch/Lausitz. "Wir haben hier in der Robert-Koch-Passage in Pulsnitz etwa 80 Quadratmeter. Der größte Teil entfällt auf den Tanzsaal, doch man braucht natürlich auch Umkleidemöglichkeiten, ein kleines Büro, Platz für Requisiten, eine Aufenthaltsmöglichkeit für die Eltern, die auf ihre Kinder warten", weiß Nancy Wippich. Das ist auch der Grund, warum sich die Tanzwerkstatt erweitert.

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Vereinschefin Nancy Wippich in den neuen Räumen, die für die Tanzwerkstatt umgebaut werden sollen.
Vereinschefin Nancy Wippich in den neuen Räumen, die für die Tanzwerkstatt umgebaut werden sollen. © Matthias Schumann

Gleich neben der jetzigen Tanzwerkstatt befand sich ein Fotostudio. Der Betreiber musste aufgeben, und so wurden die Räume frei. Für die Tänzer die Gelegenheit, an passender Stelle die Räume zu mieten. Also kommen noch einmal 80 Quadratmeter dazu. Die Umbauarbeiten beginnen in diesen Tagen. Der eigentliche Tanzsaal bleibt, aber alles, was drumherum benötigt wird, kommt in den neuen Bereich. Als Erstes soll ein Wanddurchbruch das bisherige Tanzstudio mit dem neuen Teil verbinden, so dass es eine Einheit bildet. 

Geplant sind die Umbauarbeiten bis Ende des Jahres. Im Januar kommt Tanzlehrerin Monique Jentsch, die sich derzeit in Elternzeit befindet, zurück zur Truppe. Mit einem kleinen Fest sollen gleichzeitig die neuen Räume übergeben und die Trainerin begrüßt werden. 

Derzeit wirken in der Tanz- und Theaterwerkstatt Pulsnitz insgesamt 150 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 22 Jahren mit. Es gibt elf Gruppen, angefangen von den Vorschulkindern bis hin zu den Gruppen Kids-Dance, Teenie-Dance  und Street-Dance. Der Trainingsplan ist voll, es herrscht vor allem an den Nachmittagen ein ständiges Kommen und Gehen - jeden Tag in der Woche. 

Soziales Jahr in der Tanzwerkstatt

Vereinschefin Nancy Wippich hat eigentlich zwei Jobs. Hauptberuflich ist sie Krankenschwester, und ansonsten kümmert sie sich um die Belange der Tanzwerkstatt. "Meine komplette Freizeit stecke ich in den Verein, Tochter und Mann helfen auch mit", erzählt sie. Dazu kommt der nicht gerade kurze Anfahrtsweg von Neukirch nach Pulsnitz. "Das ist für mich positiver Stress, und ich freue mich, wenn ich sehe, was von den Kindern und Eltern zurückkommt. Wir sind eine große Gemeinschaft", so Nancy Wippich. 

Ab September wird Maxi Stölzel in einem freiwilligen sozialen Jahr die Vereinschefin unterstützen und auch weiterhin als Übungsleiterin fungieren. Maxi ist 16 Jahre alt und hat schon mit drei Jahren ihre Liebe zum Tanz entdeckt. Sie arbeitet gern mit den Kindern. "In der Corona-Zeit haben wir Videos geschickt, damit die Kleinen dann bestimmte Übungen zu Hause nachtanzen können. Sie sollten merken, dass sie nicht vergessen sind", blickt sie auf die zurückliegenden schweren Wochen zurück. Demnächst wird sie täglich für die Kinder und Jugendlichen da sein. 

Und sie freut sich wie die Chefin und all die anderen Vereinsmitglieder auf die neuen Räume. "Dann haben wir viel bessere Bedingungen", weiß sie. Doch bis dahin heißt es für alle, fleißig für die Auftritte trainieren und den Spaß am Tanzen fördern.        

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