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Döbeln: Diesel wird aus Becken gepumpt

Etwa 200 Liter Diesel sind in die Kanalisation gelangt. Nun soll der Kraftstoff aus dem Rückhaltebecken gepumpt werden.

Mitarbeiter der Veolia haben Wasser aus der Rückhaltebecken im Gewerbegebiet Döbeln Ost abgepumpt.
Mitarbeiter der Veolia haben Wasser aus der Rückhaltebecken im Gewerbegebiet Döbeln Ost abgepumpt. © Dietmar Thomas

Döbeln. Nach dem Dieselunfall am Freitag im Döbelner Gewerbegebiet, bei dem ein Tank eines Lasters ausgelaufen war, haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Etwa 200 Liter Diesel waren in die Regenwasserkanalisation gelangt, so die Pressestelle des Landratsamtes Döbeln. Ein Teil davon war in das Regenrückhaltebecken geflossen.

„Die beteiligten Einsatzkräfte von Feuerwehr, der technische Dienst des ADAC und die Veolia als zuständiger Abwasserentsorger hatten die Diesel-Havarie sehr schnell unter Kontrolle“, so Pressesprecher André Kaiser. Umweltschäden seien nicht entstanden.

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Entsorgung des Diesels diese Woche

Der Abfluss des Regenrückhaltebeckens war von der Veolia verschlossen worden. Die betroffenen Abwasserleitungen werden gereinigt. Am Dienstagmorgen sei vor Ort abgesprochen worden, wie weiter vorgegangen wird, so Sylke Hermann von der Pressestelle der Veolia.

„Eine Fachfirma soll den ausgelaufenen Dieseltreibstoff von der Wasseroberfläche des Regenrückhaltebeckens abpumpen und fachgerecht entsorgen. Das geschieht voraussichtlich noch in dieser Woche.“

Im Gewerbegebiet Döbeln Ost sind am Freitag 300 Liter Diesel in Regenrückhaltebecken gelaufen. Die Feuerwehr hatte eine Ölsperre errichtet.
Im Gewerbegebiet Döbeln Ost sind am Freitag 300 Liter Diesel in Regenrückhaltebecken gelaufen. Die Feuerwehr hatte eine Ölsperre errichtet. © Dietmar Thomas

Am Dienstag haben Mitarbeiter der Veolia begonnen, Wasser aus dem Becken abzupumpen. „Durch Niederschläge und einsetzendes Tauwetter ist ein erhöhter Zufluss zum Becken zu beobachten. Mithilfe von Hochleistungspumpen wird Wasser aus dem Becken abgezogen, damit der Wasserspiegel unterhalb der Zulauf- und Ablaufleitungen bleibt“, so Sylke Hermann. Das abgepumpte Wasser wird in Abstimmung mit den Beteiligten in der Kläranlage Masten entsorgt.

Chemikalien-Unfall 2018 noch nicht abgeschlossen

Mit solchen Verunreinigungen in den Gewerbegebieten hat der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal immer wieder zu tun. So war im Oktober 2018 im Gewerbegebiet Am Fuchsloch die Chemikalie Styrol von einem Tanklaster in die Kanalisation gelaufen. Der Inhalt und der Schlamm eines Regenrückhaltebeckens mussten aufwendig entsorgt werden. Der finanzielle Schaden liegt bei 160.000 Euro.

Die Sache ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Zumindest habe sich die Versicherung des Verursachers jetzt wieder beim AZV gemeldet, sagte Geschäftsführer Stephan Baillieu. „Es gab ein informelles Schreiben, dass sie die Unterlagen prüfen.“

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