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Städtepartner wollen noch mehr Kontakte pflegen

Mitglieder des Heimatvereins und des SV Aufbau Waldheim sind mit Ideen nach Landsberg gereist. Was sich davon verwirklichen lässt.

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Von der Städtepartnerschaft zwischen Waldheim und Landsberg zeugen zwei Urkunden. Die 1990 in Waldheim unterschriebene befindet sich in Landsberg, die 1991 in Landsberg unterschriebene dagegen in Waldheim.
Von der Städtepartnerschaft zwischen Waldheim und Landsberg zeugen zwei Urkunden. Die 1990 in Waldheim unterschriebene befindet sich in Landsberg, die 1991 in Landsberg unterschriebene dagegen in Waldheim. © Lars Halbauer

Waldheim/Landsberg. Die Sachsen-Stammtische in Waldheims Partnerstadt Landsberg am Lech haben eine lange Tradition.

Zum letzten am Freitag hatte sich eine sechsköpfige Delegation unter Leitung von Vize-Bürgermeister Albrecht Hänel auf den Weg nach Bayern gemacht - und einige Ideen im Gepäck.

Mit dabei waren Mitglieder des Heimatvereins, wie die Vorsitzende der IG Fotofreunde Waltraud Anger und auch der stellvertretende Vereinschef des SV Aufbau Waldheim Andreas Kügler.

Idee zu Fußballturnier

Eine Idee war es, mit dem TSV Landsberg im Juli ein Fußballturnier auszutragen. „Denn die Fußballer hatten schon einmal engeren Kontakt, der soll wieder etwas aufgefrischt werden“, so Albrecht Hänel.

Allerdings, so räumte er ein, sei der Zeitplan falsch gesteckt, denn im Juni beginnen in Sachsen die Sommerferien.

„Deshalb planen die beiden Vereine nun ein Freundschaftsspiel im Juni. Allerdings steht noch nicht fest, in welcher Altersklasse“, so der Vize-Bürgermeister.

Auch Waltraud Anger war aus gutem Grund mit nach Landsberg gereist. Es würden Möglichkeiten gesucht, dass die Fotofreunde aus der Zschopaustadt eine Ausstellung in Landsberg zeigen.

„Und eventuell könnte dann im Juni kommenden Jahres auch der Volkschor mit dabei sein“, sagte Albrecht Hänel.

Bis zum nächsten Landsberger Sachsenstammtisch im März wolle man in Kontakt bleiben und die Details zu den drei Vorhaben absprechen, so der Vize-Bürgermeister Hänel. Er bedauerte etwas, dass der letzte Stammtisch nicht so gut besucht war.

Kontakt über zwei Freunde

Seit 1990 ist die Städtepartnerschaft urkundlich verbrieft. Durch zwei Freunde aus Kinderzeiten, die in Waldheim lebten – Jost Handtrack und Dietmar Hack, war der Kontakt zustande gekommen.

Der frühere Bürgermeister Karl-Heinz Teichert bezeichnet die beiden in seinen „Waldheimer Heimatblättern“, die er anlässlich des 25. Jubiläums verfasst hat, als Väter der Städtepartnerschaft. Josts Eltern verließen im Jahr 1958 die DDR.

Der Junge war damals sieben Jahre alt. Während er in Bayern Fuß fasste, blieb Dietmar in Waldheim. Die beiden Freunde lebten in zwei Staaten, hielten aber Verbindung, trafen sich in Ungarn und hatten schließlich im Jahr 1987 – also noch vor der Wende – erste Gedanken einer Städtepartnerschaft.