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Dresden: Demo gegen Grenzschließung 

Hunderte Menschen gehen auf die Straße, um auf die Situation der Flüchtlinge in Griechenland aufmerksam zu machen.

Von Sandro Rahrisch
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Rund 500 Menschen demonstrieren in Dresden gegen die Schließung der europäischen Außengrenze in Griechenland.
Rund 500 Menschen demonstrieren in Dresden gegen die Schließung der europäischen Außengrenze in Griechenland. © Marion Doering

Dresden. In Dresden demonstrierten am Mittwochabend zwischen 300 und 500 Menschen gegen die Schließung der europäischen Außengrenze in Griechenland. Unter dem Motto "Solidarität verteidigen - Festung Europa bekämpfen" machten sie auf die humanitäre Situation der Geflüchteten aufmerksam. "Wir können diese unerträgliche Situation nicht hinnehmen und fordern, dass die Menschen in den griechischen Lagern und an der griechisch-türkischen Grenze menschenwürdig behandelt und evakuiert werden", so Mitorganisatorin Lara Edtmüller. 

Der Demozug war gegen 18.30 Uhr am Alaunplatz gestartet und führte durchs Regierungsviertel auf den Neumarkt. Kurzzeitig mussten unter anderem die Albertstraße und die Carolabrücke gesperrt werden. Aufgerufen hatte ein Bündnis, dem unter anderem der Sächsische Flüchtlingsrat angehört. Die Teilnehmer sprechen sich auch für die Aufnahme von Flüchtlingen in Dresden aus und fordern den Stadtrat auf, sich dem Bündnis Sichere Häfen anzuschließen. Die Demonstranten riefen: "Bleiberecht, überall, kein Mensch ist illegal."

Foto: Marion Doering
Foto: Marion Doering © Marion Doering

"Wir solidarisieren uns mit den antifaschistischen Bewegungen in ganz Griechenland", sagte ein Redner auf dem Neumarkt, der die Aufnahme von Flüchtlingen auch in Dresden fordert. "Wir haben Platz. Open the border."

Eine Rednerin von Mission Lifeline, die erklärte, selbst auf Lesbos gearbeitet zu haben, sagte: "Seit Wochen spitzt sich die humanitäre Situation auf Lesbos zu." Ein wütender Mob verhindere, dass Menschen auf Booten an Land könnten. Faschisten würden darüber hinaus ihr Unwesen auf der Insel treiben. Und Europas Politiker schauten nur zu.

© Marion Doering

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