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Sollen Dresdner Freibäder länger öffnen?

Die AfD hält das für eine gute Idee und stellte einen Eilantrag. Der Stadtrat sollte darüber entscheiden. Was dagegen spricht.

Von Kay Haufe
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Das Stauseebad Cossebaude ist eines der beliebtesten Dresdner Freibäder.
Das Stauseebad Cossebaude ist eines der beliebtesten Dresdner Freibäder. © Archiv/Christian Juppe

Dresden. Mit einem Eilantrag wollte die AfD-Fraktion Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beauftragen, sich für eine verlängerte Badesaison in Dresdens Freibädern einzusetzen. "Die Bäder konnten cornonabedingt erst verspätet öffnen, zusätzlich begann der Sommer recht spät", sagt Stadtrat Thomas Ladzinski. Jetzt sei aber durchaus noch gutes Wetter angesagt. Das sollen die Dresdner für Badevergnügen nutzen können. 

"Wir wollen den Bürgern damit etwas zurückgeben, worauf sie in der ersten Jahreshälfte verzichten mussten", sagt Ladzinski. Deshalb sollen die Freibäder die Möglichkeit haben, bei gutem Wetter weiter zu öffnen, so der Antrag, über den am Donnerstag der Stadtrat abstimmen soll. Nach jetziger Regelung schließen die Freibäder bereits am kommenden Sonntag, dem 6. September. 

Doch bei OB blitzte die AfD mit diesem Antrag ab, denn ihm fehle die Eilbedürftigkeit, so Dirk Hilbert.  „Der Schließtermin steht seit Mai 2020 fest. Ich sehe keinen Grund, den Stadtrat - ohne Form und Frist - damit zu befassen. 

Bei der Bäder GmbH konnte man mit diesem Anrag erst recht nichts anfangen. "Schon der Sommer war geprägt von erhöhtem Personalaufkommen in unseren Freibädern, um den laut der einzelnen Hygienekonzepte festgelegten Betrieb während der Corona-Pandemie sicherzustellen. Dies setzt sich nun in den Schwimmhallen fort", sagt Pressesprecher Lars Kühl. Seit 31. August 2020 seien die Hallen wieder für das Schul- und Vereinsschwimmen zugänglich. Ab kommenden Montag werde öffentliches Schwimmen zu den regulären Öffnungszeiten in allen Hallen angeboten. "Das erforderliche Personal rekrutieren wir, wie jedes Jahr nach der Saison, aus unseren Freibädern, welche somit nicht mehr mit ausreichend Mitarbeitern zu betreiben wären", sagt Kühl. Darüber hinaus würden jetzt die wichtigen Schwimmlern-Kurse für Kinder, die seit der pandemiebedingten Schließung unserer Objekte Mitte März 2020 ausgefallen waren,  nachgeholt, wofür ebenfalls das ausgebildete Personal nötig sei.

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