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Hoffnung für Stauseebad Cossebaude

Anwohner sammeln Unterschriften, um den See zu retten. Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames erklärt, wie das klappen soll - und macht Hoffnung.

Beate Handschack (l.) und Ingrid Hoffmann haben mit ihrer Bürgerinitiative eine Petition gestartet, um den Stausee und das Freibad in Cossebaude zu retten.
Beate Handschack (l.) und Ingrid Hoffmann haben mit ihrer Bürgerinitiative eine Petition gestartet, um den Stausee und das Freibad in Cossebaude zu retten. ©  Rene Meinig

Dresden. Die Anwohner geben nicht auf. Sie wollen auch weiterhin im Stauseebad Cossebaude schwimmen gehen und fordern deshalb die Stadt auf, den See zu retten. Weil der Energiekonzern Vattenfall das Pumpspeicherwerk Niederwartha Ende des Jahres stilllegen will, würde das auch das Aus für den See bedeuten. Der Wasserpegel würde sinken, sodass ein Badebetrieb im See nicht mehr möglich wäre. 

Um für den Erhalt des Sees zu kämpfen, haben die Anwohnerinnen Beate Handschack und Ingrid Hoffmann eine Bürgerinitiative gegründet. Eine entsprechende Petition haben bislang mehr als 6.500 Unterstützer mitgezeichnet.Und es sollen noch viele mehr werden: Am Donnerstagabend gab es dazu einen weiteren Info-Abend im Stauseebad, gut 100 Menschen waren der Einladung gefolgt. Darunter auch Politiker wie Grünen-Stadtrat Torsten Schulze und CDU-Landtagsabgeordneter Lars Rohwer, der sich für einen Weiterbetrieb des Pumpspeicherwerks einsetzt.  

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Bereits Anfang Juli hatte Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) im Ortschaftsrat Cossebaude angekündigt, dass sich die Stadt mit Vattenfall auf eine Lösung verständigen will. Das bekräftigte er bei der Demo am Donnerstag. Er sicherte zu, alles zu tun, um den See für das Freibad zu erhalten. "Wenn wir wollen, dass da ein See ist, finden wir auch einen Weg, dass da ein See ist."

Lames hatte auch Pläne für das Pumpspeicherwerk geäußert, unter anderem sei eine Nutzung als Museum und Kulturkraftwerk denkbar. Das hält auch Grünen-Stadtrat Torsten Schulze für eine gute Idee. Fest steht: Die Zeit drängt, Ende des Jahres läuft der Pachtvertrag zwischen Vattenfall und der Dresdner Bäder GmbH aus. 

In Cossebaude traf sich am Donnerstag die Bürgerinitiative, die sich gegen die Schliessung des Stauseebades engagiert. 
In Cossebaude traf sich am Donnerstag die Bürgerinitiative, die sich gegen die Schliessung des Stauseebades engagiert.  © René Meinig
Auch Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (vorn) war vor Ort.
Auch Dresdens Sportbürgermeister Peter Lames (vorn) war vor Ort. © René Meinig
Das Stauseebad Cossebaude ist ein beliebtes Ausflugsziel für viele Dresdner im Sommer. 
Das Stauseebad Cossebaude ist ein beliebtes Ausflugsziel für viele Dresdner im Sommer.  © Christian Juppe
Nicht zum ersten Mal trafen sich in diesem Jahr Bürger zu einer Demonstration am Bad. Schon Anfang Juli wurde auf dem Parkplatz über dessen Zukunft diskutiert. 
Nicht zum ersten Mal trafen sich in diesem Jahr Bürger zu einer Demonstration am Bad. Schon Anfang Juli wurde auf dem Parkplatz über dessen Zukunft diskutiert.  © Sven Ellger

Bis dahin wolle die Landeshauptstadt mit dem Eigentümer ins Gespräch kommen, heißt es auf SZ-Anfrage aus dem Rathaus. Dabei gehe es darum, wie eine künftige Nutzung aussehen könnte. "Dabei ist es Priorität, den aktuellen Wasserstand im unteren Staubecken langfristig aufrecht zu erhalten und damit die Zukunft des Stauseebades Cossebaude zu sichern", so ein Stadtsprecher. Aufgrund der Komplexität sei mit einem Ergebnis nicht vor Ende 2020 zu rechnen.

Mithilfe von Pumpen könnte der Wasserpegel gehalten werden, die Kosten für deren Betrieb liegen jährlich bei etwa 150.000 Euro. Eine Summe, die die Stadt gut aufbringen könnte, hatte Lames im Ortschaftsrat gesagt. 

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Die AfD hält das für eine gute Idee und stellte einen Eilantrag. Der Stadtrat sollte darüber entscheiden. Was dagegen spricht.

Das fordert auch Linke-Fraktionschef André Schollbach: "An dieser Lösung sollte weiter gearbeitet werden, um den Fortbestand des Stauseebades zu sichern."

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