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Jüngster Postplatz-Neubau wächst

Der Rohbau der Annenhöfe im Untergrund steht. Die Bauleute arbeiten schon am ersten Obergeschoss. Wie es jetzt weiter geht.

Bis zu neun Meter ragen die ersten Wände der Annenhöfe derzeit schon empor. Geplant ist, noch im Sommer dieses Jahres Richtfest zu feiern.
Bis zu neun Meter ragen die ersten Wände der Annenhöfe derzeit schon empor. Geplant ist, noch im Sommer dieses Jahres Richtfest zu feiern. © Foto: Rene Meinig

Dresden. Seit Jahren ragen Baukräne am Postplatz empor. Viele Neubauten sind schon fertig. Derzeit gibt es nur noch zwei Baustellen beiderseits der Freiberger Straße. Während die Consus RE AG auf der einen Seite den Wohnkomplex der Mary-Ann-Apartments errichtet, baut die TLG Immobilien AG daneben auf der Fläche bis zur Schweriner Straße die Annenhöfe.

Damit verschwindet eine der letzten Lücken am Postplatz. Entstehen soll ein fünfstöckiger Gebäudekomplex. Dafür investiert die TLG rund 70 Millionen Euro. Auf rund 20.000 Quadratmetern sollen Büros einziehen. Bereits im Rohbau steht die zweistöckige Tiefgarage für 264 Pkw- und 400 Fahrradstellplätze.

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Erdreich seit Mai ausgebaggert, Neubau wird immer größer

Anfang dieses Jahres hatten die ersten Arbeiten begonnen. Derzeit wächst der Neubau bereits in die Höhe. Vier Kräne, von denen der größte 70 Meter hoch ist, bugsieren die Bauteile an die nötigen Stellen.

Die Bauleute der Dresdner Niederlassung von Wolff & Müller haben dieses Jahr zügig gearbeitet und liegen voll im Zeitplan. Anfang Mai war die tiefe Grube soweit ausgehoben, dass der Bau der durchschnittlich einen Meter starken Bodenplatte beginnen konnte.

Bis dahin mussten jedoch unentwegt Bautransporter rollen. Immerhin waren rund 60.000 Kubikmeter Erdreich auszubaggern und abzufahren, bis die Baugrube fertig war.

Mit den Seitenwänden ist eine sogenannte weiße Wanne aus wasserdichtem Stahlbeton entstanden. In Elbnähe am Postplatz ist das ein gängiges Verfahren. Schließlich umspült das Grundwasser vier bis fünf Metern neben der Bodenplatte die Wände.

So sah die Baugrube im Juni dieses Jahres aus. Damals wurde die Bodenplatte gebaut.
So sah die Baugrube im Juni dieses Jahres aus. Damals wurde die Bodenplatte gebaut. © Foto: Marion Doering

Damit das Grundwasser nicht die Baugrube überflutet, ragten direkt an der Baustelle bis vor wenigen Tagen zwei blaue Leitungen empor. Eine führte zum Kulturpalast, die andere zur Elbe. Die beiden Untergeschosse für die Tiefgarage sind fertiggestellt. So konnten die Pumpen am 7. Dezember abgeschaltet werden.

Insgesamt wurden dieses Jahr rund 372.000 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt. Wurde es in der Fernkältezentrale im Kulturpalast benötigt, floss es nicht in die Elbe, sondern dorthin. Kurz vor Weihnachten hatten Monteure dann die blauen Leitungen zur Baustelle abgebaut.

Ein Blick auf die nächtliche Baustelle.
Ein Blick auf die nächtliche Baustelle. © Foto: Wolff & Müller

Mittlerweile ist die Fläche neben der einstigen Baugrube komplett verfüllt. Aus dem Untergrund gezogen werden konnten auch die 111 langen stählernen Träger des Verbaus rings um die einstige Baugrube. Im Erdgeschoss der künftigen Annenhöfe steht bereits ein Großteil der Wände.

Sichtbar sind auch die für das Gebäude typischen bis zu 6,5 Meter hohen Bögen, die rings um den Komplex verlaufen und das Bild prägen werden. Gebaut sind zudem schon einige Wände des ersten Obergeschosses.

Damit ist der Rohbau bis zu neun Meter hoch. Mittlerweile ist die für das Gebäude typische Struktur im Innenhof gut zu erkennen. Kommen die Bauleute weiter so zügig voran, können schon im April parallel zum Rohbau die ersten Fassadenarbeiten beginnen.

So soll der Komplex der Annenhöfe aussehen. Auf 20.000 Quadratmetern wird das fünfstöckige Gebäude Platz für Büros bieten.
So soll der Komplex der Annenhöfe aussehen. Auf 20.000 Quadratmetern wird das fünfstöckige Gebäude Platz für Büros bieten. © Knerer und Lang Architekten GmbH

Geplant ist, im August dieses Jahres Richtfest zu feiern. Ein Jahr später sollen die Annenhöfe fertig sein. Die TLG setzt dabei auf Nachhaltigkeit.

Das beginnt beim Einsatz von ökologischen Dämmstoffen, reicht über die Fahrrad-Stellplätze in der Tiefgarage und geht bis hin zu optimierten Anlagen, die sich bei Wasser-, Energie- und Heizkosten auszahlen. Der Komplex wird an das zentrale Fernwärmenetz angeschlossen.

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