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Dresden bekommt ein Katzencafé

In der Dresdner Altstadt soll im kommenden Jahr ein "Katzentempel" eröffnen. Was dazu bisher bekannt ist.

Kaffee trinken und kuscheln: In Dresden soll im kommenden Jahr das erste Katzencafé eröffnen.
Kaffee trinken und kuscheln: In Dresden soll im kommenden Jahr das erste Katzencafé eröffnen. © Symbolbild: Christin Klose/dpa

Dresden. Während des Kaffeetrinkens die auf dem Schoß schlummernde Katze kraulen oder dem Tiger in der Ecke beim ausgelassenen Spielen zusehen - wen beim Gedanken daran eine tiefe Zufriedenheit überkommt, der dürfte ein Fan von Katzencafés sein, die es in immer mehr deutschen Städten gibt. Dresdner Katzenfreunde mussten dafür bisher mindestens bis nach Leipzig fahren, wo es seit 2018 ein Katzencafé am Johannisplatz gibt. Nun soll im kommenden Jahr der erste "Katzentempel" in Dresden eröffnen. Was Sie dazu nun wissen müssen.

Wann und wo soll das neue Katzencafé einziehen?

Als Standort für die Dresdner Dependance der Katzentempel GmbH aus München steht bisher nur die Altstadt fest, welche Immobilie genau zum Katzencafé werden soll, ist nicht bekannt. Auch der Eröffnungstermin ist noch vage, vom ersten Halbjahr 2022 ist laut Dresdner Neuesten Nachrichten die Rede. Schon 2018 hieß es, dass Dresden einen Katzentempel bekommen werde, der Plan scheiterte damals allerdings an der Finanzierung.

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Was ist ein Katzencafé?

Ein Katzencafé ist ein normales Lokal, in dem es Speisen und Getränke gibt, und gleichzeitig das Zuhause mehrerer Katzen, die sich darin zwischen den Besuchern frei bewegen können. Katzenfreunde können den Tieren nicht nur zusehen, sondern sie auch streicheln und mit ihnen spielen. Die Betreiber weisen jedoch darauf hin, dass es sich um keinen Streichelzoo handelt, der Wille der Tiere respektiert werden soll und sie auch nicht gefüttert werden dürfen. Die Katzen haben außerdem spezielle Rückzugsräume, die für Kunden tabu sind und wo sich unter anderem ihre Toiletten befinden. Hygiene-Auflagen sehen unter anderem vor, dass die Tiere keinen Zugang zur Küche haben dürfen.

Wo gibt es bereits Katzencafés?

Die Katzentempel GmbH aus München betreibt insgesamt sechs Cafés, von denen sich allein vier in Bayern befinden (München, Nürnberg, Rosenheim und Regensburg), eines in Hamburg und eines in Leipzig. Außerdem gibt es Katzencafés anderer Anbieter in Berlin, Köln, Düsseldorf, Bielefeld und Aachen. Der Katzentempel wäre das erste Katzencafé in Dresden.

Ist das artgerecht?

Die "Tempelkatzen" erhalten keinen Freilauf, sondern bewegen sich allein in den Räumen der Cafés. Während sie also nicht das süße Leben einer Freigängerkatze genießen können, ist der Umzug für sie dennoch eine Verbesserung ihrer Lebensumstände, denn die Tiere wurden häufig vom Tierschutz vermittelt und sind an eine Haltung ohne Freigang gewöhnt.

In den Räumen gibt es jede Menge Schlaf-, Kletter- und Spielmöglichkeiten für die Katzen, die sich auch jederzeit zurückziehen können, wenn ihnen der Trubel im Café zu groß wird. Vom Team werden sie regelmäßig gefüttert und auch tierärztlich versorgt.

Welche Speisen und Getränke gibt es im Katzencafé?

Die Katzentempel GmbH setzt in ihren Franchises auf ein vegetarisch-veganes Speisenangebot, um auch beim Essen auf Tierschutz zu achten. So gibt es neben Kaffee und Kuchen auch verschiedene Frühstücke, Sandwiches und vegane Burger. Katzentempel verspricht, dass die Speisen frisch selbst zubereitet werden, nur Zutaten zum Einsatz kommen, die Ressourcen schonen, und für jedes Kilo des verwendeten Kaffees ein Dollar an eine kolumbianische NGO gespendet wird.

Können die Katzen aus dem Café adoptiert werden?

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Wer sich spontan in eine der Katzen aus dem Café verliebt, hat leider keine Chance, diese mit nach Hause zu nehmen. Die Tiere sollen ein permanentes Zuhause im Katzencafé finden. Katzentempel bietet aber die Möglichkeit einer Patenschaft an, mit der die Lieblingskatze finanziell unterstützt werden kann - und damit auch das Unternehmen, das so zum Beispiel teure Operationen der Vierbeiner finanziert. Es gibt jährliche Patentreffen und je nach Spendenhöhe kleine Geschenke, Vergünstigungen und für "Superpaten" sogar exklusive Spielzeit mit dem Lieblingstiger.

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