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Wieder Feuer in Dresdner Flüchtlingsheim

Auf der Bremer Straße beschädigt am Donnerstag ein Feuer eine Halle. Nun hat es erneut gebrannt. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung.

Am Freitagvormittag musste die Feuerwehr erneut zur Asylunterkunft Bremer Straße fahren. Es brannte ersten Angaben zufolge eine Matratze in einer der Unterkünfte.
Am Freitagvormittag musste die Feuerwehr erneut zur Asylunterkunft Bremer Straße fahren. Es brannte ersten Angaben zufolge eine Matratze in einer der Unterkünfte. © Roland Halkasch

Update, 7. Mai, 15.25 Uhr: Am Freitagvormittag musste die Feuerwehr erneut zu einem Feuer in der Erstaufnahmeeinrichtung an der Bremer Straße ausrücken. Kurz vor 10 Uhr ging der Alarm ein. Ersten Angaben zufolge brannte eine Matratze in einer der Übernachtungshallen. Eine Person wurde wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung behandelt, berichtete Feuerwehrsprecher Michael Klahre.

Der Rettungsdienst brachte die verletzte Person in ein Dresdner Krankenhaus. Die Flammen wurden schnell gelöscht, dabei halfen auch die Sicherheitsleute der Einrichtung.

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Auch am Mittag war die Identität der oder des Verletzten noch unklar. Die Polizei ermittelt auch in diesem Fall wegen schwerer Brandstiftung, teilte Polizeisprecher Marko Laske mit.

Auch Landesdirektionssprecher Ingolf Ulrich kann zur Ursache am Freitagnachmittag noch keine Aussage treffen. Nach einer Auseinandersetzung am Mittwoch und den beiden Bränden häufen sich Vorfälle und Polizeieinsätze in der Einrichtung.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder während des Ramadans zu Auseinandersetzungen in der Unterkunft. In diesem Jahr geht der Fastenmonat noch bis 12. Mai. "Bezüglich der Auseinandersetzung vom Mittwoch sieht die LDS keinen Zusammenhang mit dem Ramadan", so Ulrich.

Zuletzt gab es Konflikte, da die Essensversorgung der Geflüchteten nicht an die Ramadan-Regeln von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts zu essen und zu trinken, angepasst waren. Ab 19.55 Uhr und ab 2 Uhr morgens wird eine Stunde lang zusätzlich im Ramadan die Essensversorgung angeboten.

Zuvor zwei Polizei-Einsätze am Mittwoch und Donnerstag

Dresden. Am Donnerstagvormittag ist es zu einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft auf der Bremer Straße in Dresden gekommen. Auslöser des Feuers waren laut Polizeiangaben Sofas in einem Aufenthaltsraum. Die Flammen beschädigten das Dach der Halle.

Mitarbeiter der Unterkunft reagierten zügig und begannen die Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher. Die eintreffenden Einsatzkräfte konnten den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand. An den Möbeln sowie dem Gemeinschaftsraum entstand Sachschaden, der noch nicht beziffert ist. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen.

Die Flammen haben ein Loch in das Dach einer Leichtbauhalle gebrannt.
Die Flammen haben ein Loch in das Dach einer Leichtbauhalle gebrannt. © Roland Halkasch

Mehrere Einsätze in Flüchtlingsunterkunft

Wie die Dresdner Polizei am Nachmittag mitteilt, ist sie bereits am Mittwochnachmittag zu einem Einsatz in die Erstaufnahmeeinrichtung an der Bremer Straße gerufen worden. Dort war es zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der zwei Menschen leicht verletzt wurden.

Demnach gerieten zunächst mehrere Bewohner auf dem Hof in Streit. In der Folge gingen etwa 20 Bewohner aufeinander los. Als die Beteiligten vom Sicherheitsdienst getrennt wurden, zerstörten drei Tunesier im Alter von 19, 27 und 40 Jahren das Fenster eines Wohncontainers. Im Inneren beschädigten sie die Einrichtung mehrerer Zimmer und attackierten die Bewohner. Ein 25-jähriger Tunesier und ein 36-jähriger Vietnamese wurden dabei durch Pfefferspray leicht verletzt.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind Gegenstand der Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs.

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