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Preiserhöhung in Dresden: Ziehen Parkhäuser nach?

Dresden will die Preise 2021 erhöhen. Wie sieht es bei den privaten Anbietern aus? Die Parkpreise im SZ-Check.

In der Tiefgarage unter der Altmarkgalerie sind die Preise seit sieben Jahren unverändert. Hier kostet das Parken für die ersten beiden Stunden jeweils einen Euro.
In der Tiefgarage unter der Altmarkgalerie sind die Preise seit sieben Jahren unverändert. Hier kostet das Parken für die ersten beiden Stunden jeweils einen Euro. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Die Stadtverwaltung will die Ticketpreise auf öffentlichen Parkplätzen deutlich erhöhen. Sie werden künftig fast viermal so hoch sein wie bisher. Wenn der Stadtrat zustimmt, gelten die neuen Preise ab Anfang 2021. 

Doch wie sieht das eigentlich bei privat betriebenen Stellplätzen aus? Ist auch das Parken unter dem Alt- und Neumarkt teuer geworden? Und zahlen auch die Kunden von Altmarktgalerie und Karstadt inzwischen mehr Geld? Die SZ hat nachgefragt.

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Wie haben sich die Parkpreise entwickelt?

Tatsächlich lässt sich erkennen, dass sich die Parkhaus-Betreiber im Großen und Ganzen an den städtischen Gebühren orientiert und ihre Preise gar nicht oder nur geringfügig erhöht haben. So hat sich zum Beispiel in der Tiefgarage der Altmarkt-Galerie in den vergangenen sieben Jahren nichts geändert. Kunden zahlen für eine Stunde Parken immer noch einen Euro. 

Dasselbe gilt im World-Trade-Center. Dort kostet das Abstellen des Autos 1,50 Euro für die erste Stunde. 50 Cent mehr als noch 2013 – zum letzten SZ-Parkgebühren-Check - zahlen Autofahrer im Wöhrl-Florentinum und auf dem Parkdeck der Centrum-Galerie. So hatte die OPG Center-Parking GmbH im Parkhaus in der Centrum Galerie die Preise im März 2018 angehoben. Das Tagesticket kostet seitdem 7,50 Euro statt 5 Euro. 

Damit ist das Parkhaus mit mehr als 1.000 Stellplätzen trotzdem vergleichsweise günstig. Deutlicher gestiegen sind die Preise unter dem Altmarkt. Dort gingen sie um 1,30 Euro auf 2,30 Euro für die erste Stunde rauf. Jede weitere Stunde kostet 2,50 Euro, für das Tagesticket werden sogar 25 Euro fällig.

Dabei sind die Parkplätze, von denen aus die Kunden die Geschäfte und Dresdner Sehenswürdigkeiten auf kurzem Weg erreichen, nicht unbedingt die teuersten. Im Parkhaus Mitte an der Yenidze in der Friedrichstadt kostet die Stunde 2,40 Euro, der Tagespreis liegt mit 12 Euro im mittleren Bereich.

Werden die privaten Betreiber nachziehen, wenn die Stadt erhöht?

Das Unternehmen Apcoa etwa gehört zu den größten privaten Parkplatzanbietern in Dresden. Es betreibt unter anderem die Tiefgaragen im Haus am Zwinger und im Hotel Taschenbergpalais. Dort zahlen Autofahrer für das Parken pro Stunde 2,50 Euro. Zwar orientiere man sich bei der Preisgestaltung am Wettbewerbsumfeld, sagte ein Apcoa Anfang des Jahres der SZ. Dennoch plane die Firma derzeit keine Erhöhung ihrer Parkgebühren.

Das Unternehmen Goldbeck Parking Services bewirtschaftet zum Beispiel das Centrum-Galerie-Parkhaus und das Parkhaus bei Rewe an der Bautzner-Straße/Rothenburger Straße. Auf Anfrage zur Preisgestaltung äußert sich der Betreiber zurückhaltend. Dies werde nach wirtschaftlichen Aspekten entschieden, so eine Sprecherin.

Wie viele private Parkplätze gibt es im Zentrum überhaupt?

In der Inneren Altstadt und entlang der Prager Straße bieten private Parkhaus- Tiefgaragen-Betreiber rund 4.000 Plätze an. Die mit Abstand am meisten Flächen stehen in der Centrum-Galerie zur Verfügung. Dort sind es mehr als 1.000. Danach folgen die Altmarkt-Galerie mit 480 und die Tiefgarage unter dem Altmarkt mit 400 Plätzen.

Wie teuer soll Parken auf den städtischen Parkplätzen werden?

Die Stadt hält rund 10.000 gebührenpflichtige Parkplätze in Dresden vor. Diese waren bisher aufgeteilt in die Zone I - die Innenstadt - Zone II - die Randlagen - und die Zone Äußere Neustadt. Zone II und Äußere Neustadt werden künftig zusammengefasst. Dort waren die Parkgebühren auch bisher gleich. 

In der Innenstadt wird die Gebühr einfach verdoppelt. Sie steigt von 50 Cent pro 20 Minuten auf einen Euro. Einen Tagestarif gibt es nicht dann mehr. Dieser kostet bisher sechs Euro. Sonntags kann man jetzt noch für einen Euro pro Stunde und drei Euro den ganzen Tag parken. Künftig soll es immer einen Euro pro 20 Minuten kosten. Bisher wurde auch nur zwischen 8 und 20 Uhr kassiert, künftig passiert das rund um die Uhr. 

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