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Es war einmal Dresdens höchster Weihnachtsbaum

Verspäteter Festtagsschmaus für die Elefanten im Dresdner Zoo: Der größte Weihnachtsbaum Dresdens ist ein echter XXL-Leckerbissen.

Von Henry Berndt
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Mahlzeit, Mädels! Drumbo, Mogli und Sawu (v.l.) lassen sich den XXL-Weihnachtsbaum aus dem World Trade Center schmecken.
Mahlzeit, Mädels! Drumbo, Mogli und Sawu (v.l.) lassen sich den XXL-Weihnachtsbaum aus dem World Trade Center schmecken. © Marion Doering

Dresden. Während die weihnachtlichen Festtags-Teller daheim längst leer gegessen sind, durften sich am Montag die Elefanten im Dresdner Zoo über einen besonderen Leckerbissen freuen. Das World Trade Center ließ den Tieren die Fichte zukommen, die in den vergangenen Wochen das Atrium an der Freiberger Straße geschmückt hatte.

Der mit 22 Metern höchste Weihnachtsbaum der Stadt stammte aus der Dresdner Heide und wurde im Advent mit 200 Lichterketten zum Leuchten gebracht.

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Zahn um Zahn: Die "Sweeties" des Dresdner Zoos
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Sie sind die „süßen“ unter den Reptilien: Die Australienkrokodile Amber, Chloe und Ruby gehören zu den Hinguckern im Terrarium des Zoo Dresden.

Nun wurde die Fichte bereits in den Morgenstunden elefantengerecht portioniert und in nahezu mundgerechte Stücke zerteilt. Nach dem Abtransport konnte gegen Mittag die Fütterung beginnen.

Der Schmaus hat Tradition: Bereits seit 2011 steht der Weihnachtsbaum auf dem Speiseplan der Dresdner Elefanten. Seit 2019 hat das WTC zudem die Patenschaft für die Elefantendame Mogli übernommen.

Die 22 Meter hohe Fichte wurde am frühen Montagmorgen noch am WTC zerlegt.
Die 22 Meter hohe Fichte wurde am frühen Montagmorgen noch am WTC zerlegt. © meeco Communications

Baum verbrennen oder verfüttern - was ist billiger?

"Mittlerweile ist nicht nur das Aufstellen unseres Baumes, sondern auch das 'Danach' ein richtiges Event geworden", sagt WTC-Manager Jürgen Rees. "Sicher kostet es etwas mehr, wenn wir unsere Fichte nicht einfach zersägen, verbrennen und die Äste häckseln lassen, doch wir denken, dass diese Spende an den Zoo Dresden allemal deutlich schöner ist."

Zuerst durften sich am Montag die Elefantenkühe Drumbo, Mogli und Sawu das Fichtengrün schmecken lassen, bevor auch Bulle Tonga zum Zug kam. "In seiner Gegenwart hätten es die Kühe sonst schwer gehabt", erklärt Zoo-Sprecherin Kerstin Eckart. „Allerdings ist das Grün für unsere Elefanten auch nur ein kleiner Snack für zwischendurch.“

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Revierleiter Ronny Moche ergänzt: „Unsere zwischen dreieinhalb und vier Tonnen schweren Elefantenkühe sowie der Bulle Tonga fressen bis zu 18 Stunden am Tag und etwa 100 Kilogramm täglich.“

Elefanten bräuchten gerade im Zoo viel Beschäftigung. "Da kommen die Teile des Stammes prima zum Einsatz", so Moche. Was vom Baum nicht als Spielzeug genutzt wird, dient zur Verschönerung von anderen Gehegen.

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