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Dresdner werden nach ihren Mietkosten befragt

Die Dresdner Stadtverwaltung arbeitet an einem neuen Mietspiegel. Für Vermieter ist dieser die Grundlage dafür, ob und um wie viel Euro sie die Miete erhöhen dürfen.

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Wie stark sind die Mieten in den letzten Jahren gestiegen? Das Ergebnis dürfte mit bestimmen, wie stark die Mieten in den nächsten Jahren steigen werden.
Wie stark sind die Mieten in den letzten Jahren gestiegen? Das Ergebnis dürfte mit bestimmen, wie stark die Mieten in den nächsten Jahren steigen werden. © Christian Juppe (Symbolbild)

Dresden. Wie viel kostet eine Wohnung, die ähnlich ausgestattet ist wie meine und sich in einer ähnlichen Lage befindet? Auskunft darüber gibt der sogenannte Mietspiegel. Er basiert auf Vermieter-Informationen, aber auch auf Mieter-Umfrage-Ergebnissen. Dabei fließen Neuvermietungen der letzten sechs Jahre ein sowie Bestandsmieten, die in diesem Zeitraum geändert wurden. Will ein Vermieter die Miete erhöhen, muss er sich an diesem Durchschnittspreis orientieren. Ab Montag, 28. März, lässt Dresden einen neuen Mietspiegel erstellen, der ab Januar 2023 gelten wird.

Dafür werden etwa 17.000 Dresdner angeschrieben und zu ihren Wohnkosten befragt. Wer möchte, kann den Fragebogen auch online ausfüllen. Gefragt wird zum Beispiel nach der Miete, der Wohnungsgröße und, wie das Bad ausgestattet ist. Die Daten werden anonymisiert gespeichert und ausgewertet.

Miete ist zuletzt um 2,9 Prozent gestiegen

"Der Mietspiegel ist eine wichtige Orientierungshilfe", sagt Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke). "Je mehr Haushalte mitmachen, desto besser ,spiegelt‘ er die Lage am Dresdner Mietwohnungsmarkt." Wer nicht mitmachen kann, weil er zum Beispiel in einer Eigentumswohnung lebt oder, weil sich die Miete in den vergangenen sechs Jahren nicht geändert hat, wird gebeten, sich bei Mietspiegelstelle abzumelden.

Die Stadt hat das Hamburger Institut ALP Institut für Stadtentwicklung und Wohnen mit dem neuen Mietspiegel beauftragt. Der aktuelle Mietspiegel ist im Januar 2021 in Kraft getreten. Kernaussage: Im Zeitraum von zwei Jahren war die Netto-Kaltmiete im Schnitt von 6,48 Euro auf 6,67 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Das entsprach einer Steigerung von 2,9 Prozent.

Neben dem Mietspiegel gelten noch andere Regeln für Vermieter, wenn um die Erhöhung von Mietpreisen geht. Dazu gehört unter anderem die Kappungsgrenze. Das bedeutet, dass der Vermieter relativ niedrige Mieten nicht sofort auf die ortsübliche Vergleichsmiete anheben darf. Die Miete darf in drei Jahren höchstens um 20 Prozent steigen, erklärt der Dresdner Mieterverein. (SZ/sr)