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Dresden

Dresden: 17-Jähriger rassistisch beleidigt

Zwei Mal wird die Bundespolizei angegriffen. Ein Täter präsentiert dabei eine sportliche Angriffsstellung, ein anderer will sich mit Geld freikaufen.

Hier am und im Hauptbahnhof hatte die Bundespolizei am Osterwochenende viel zu tun.
Hier am und im Hauptbahnhof hatte die Bundespolizei am Osterwochenende viel zu tun. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. Mit 20 Euro in bar wollte sich am Wochenende ein Mann "freikaufen", den die Bundespolizei auf dem Wiener Platz gestellt hat. Der 20-jährige Deutsche hatte auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof einen 17-Jährigen mit dunkler Haut beleidigt. Auch der Jugendliche stammt aus Deutschland. Der Täter sprach ihn auf seine Hautfarbe an, erklärte, dies sei Deutschland und beleidigte dann den 17-Jährigen. Die Bundespolizei griff den Mann. In diesem Moment zog er den 20 Euro-Schein und bot ihn den Beamten für eine schnelle Freilassung an.

Ein Alkoholtest bei dem 20-Jährigen ergab einen Wert von 2,05 Promille. Die Polizei ermittelt gegen ihn jetzt wegen Beleidigung. Außerdem muss er sich womöglich wegen eines Bestechungsversuchs verantworten.

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Bereits am Gründonnerstag hatten es die Beamten mit einem Betrunkenen zu tun, der sie angreifen wollte. Er "begrüßte" sie mit einer Beleidigung. Der 39-Jährige hatte schließlich die Wahl, zehn Tage ins Gefängnis zu gehen oder eine ausstehende Strafe von 500 Euro zu zahlen. Er war damit nicht einverstanden, nahm eine Boxerhaltung ein und ging auf die Beamten zu.

Die Beamten überwältigten ihn, fesselten den 39-Jährigen und brachten ihn in ihre Dienststelle. Dabei beleidigte er sie weiter und drohte ihnen sogar mit dem Tod. Der Alkoholtest bei dem Deutschen ergab einen Wert von mehr als drei Promille. Er zahlte schließlich die Strafe. Nachdem er ausgenüchtert war, durfte er zurück in seine Heimatstadt Chemnitz fahren.

Insgesamt hatte es die Bundespolizei am Osterwochenende in Dresden mit 14 ausländerrechtlichen Delikten, sieben Sachbeschädigungen, sieben Diebstählen, acht Schwarzfahrern, drei Rauschgifttätern und 13 Fällen von Hausfriedensbruch zu tun. Dazu kamen unter anderem noch Beleidigungen, Bedrohung, Unterschlagung und ein Verstoß gegen das Waffenrecht.

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