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Weitere Gebührenerhöhung in Dresden geplant

Nach den Park- sollen nun auch die Abwassergebühren steigen. Diese zahlt jeder Dresdner mit seinen Nebenkosten. Wie viel teurer es werden könnte.

Für Dresdens Abwasser werden künftig höhere Gebühren fällig.
Für Dresdens Abwasser werden künftig höhere Gebühren fällig. © René Meinig

Dresden. Gerade erst hat Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) angekündigt, dass die Parkgebühren zum Jahreswechsel drastisch steigen und in einigen Bereichen vervierfacht werden. Jetzt hat Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) eine Vorlage eingebracht, wonach die nächste Gebührenerhöhung ansteht. Diese betrifft das Abwasser.    

Die Stadtentwässerung Dresden hat der zuständigen Umweltbürgermeisterin Jähnigen ihre Kalkulation für 2021 bis 2025 vorgelegt. Danach müssen die Gebühren für das Abwasser ab Januar 2021 angehoben werden. Die Gebühren für das Schmutzwasser wurden zuletzt vor fünf Jahren angehoben. Nun steht eine Steigerung um 8.8 Prozent an. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass pro Kubikmeter 16 Cent mehr fällig werden. Damit steigt die Gebühr auf 1,97 Euro pro Kubikmeter. 

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Für jeden Dresdner fallen im Durchschnitt 30 Kubikmeter Schmutzwasser an. Das ist beispielsweise Frischwasser, das durch Duschen oder Wannen zur Aufbereitung abgeleitet werden muss. Durch die Erhöhung fallen für jeden Dresdner so durchschnittlich 4,80 Euro mehr an Kosten pro Jahr an. 

Einzige Erhöhung bis 2025

"Die Anpassung der Schmutzwassergebühr ist zum kostendeckenden Betrieb der Einrichtung und zur Sicherstellung einer langfristigen Aufgabenerfüllung der Abwasserbeseitigung mit Erhaltung der technischen Anlagensubstanz notwendig", heißt es in der Vorlage.

Die Kalkulation berücksichtige auch das Investitionsprogramm zur Sanierung und Modernisierung der abwassertechnischen Anlagen in Dresden und gestiegene gesetzliche Anforderungen.

Die Schmutzwassermenge sei in den vergangenen fünf Jahren um etwa fünf Prozent gestiegen. Allerdings habe die Stadtentwässerung aus den bisherigen Gebühren rund 6,2 Millionen Euro Überschuss. Dieser werde in der Kalkulation berücksichtigt, sonst würde die Gebühr stärker angehoben.   

Diese Erhöhung sei die einzige, die bis 2025 in dem Bereich geplant ist. Die Niederschlagswassergebühr bleibt bis 2025 dagegen wie bisher. Diese Gebühren werden von Hauseigentümern direkt und von Mietern über die Nebenkosten bezahlt. Somit betrifft es alle Dresdner.

Deutlich drastischer ist die Erhöhung der Parkgebühren. Während Dresden bei den Abwassergebühren auch nach der Erhöhung deutschlandweit im Mittelfeld liegt, gibt es nur drei Städte, die höhere Parkgebühren verlangen als Dresden plant. 

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Die Gebührenerhöhungen müssen vom Dresdner Stadtrat noch beschlossen werden.

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