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Sport

Härteres Vorgehen gegen Pyro im Stadion

Angriffe gegen Schiedsrichter, Prügeleien unter Fans, Bengalos in den Zuschauerreihen: Die Innenminister wollen Gewalt im Fußball eindämmen.

Auch bei Dynamo zünden Fans Bengalos, wie hier beim Spiel gegen Wiesbaden.
Auch bei Dynamo zünden Fans Bengalos, wie hier beim Spiel gegen Wiesbaden. ©  dpa/Robert Michael

Lübeck. Die Innenminister von Bund und Ländern wollen entschieden gegen die Gewalt im Fußball vorgehen. Dabei werde auch darüber nachgedacht, das Abbrennen von zugelassener Pyrotechnik in Stadien künftig unter Strafe zu stellen, hieß es am Freitag nach Abschluss der Innenministerkonferenz in Lübeck.

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Auch die Zunahme von Angriffen auf Schiedsrichter im Amateurfußball treffe auf den entschiedenen Widerstand der Minister, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Lorenz Caffier (CDU). Mittlerweile gebe es in den unteren Ligen Spiele, "wo wir mehr Polizisten hinschicken müssen als Zuschauer". Hier wollten die Länder die Entwicklung gemeinsam analysieren. "Wir müssen uns eine Gesamtübersicht besorgen, weil nur mit einer vernünftigen Lagebeurteilung können wir auch über geeignete Maßnahmen reden."

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Weil von dem Abbrennen sogenannter Bengalos in den Stadien eine hohe Gefährdung von Unbeteiligten ausgehe, werde erwogen, dies durch eine Anpassung des Sprengstoffgesetzes unter Strafe zu stellen, hieß es. Bislang wird das Entzünden der Bengalos nur als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Auch weitere Strafmaßnahmen gegen Gewalttäter im Sport sollen ins Auge gefasst werden. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hatte sich beispielsweise für die Verhängung von Fahrverboten gegen Randalierer und Chaoten ausgesprochen und war dabei von seinem nordrhein-westfälischem Kollegen Herbert Reul (beide CDU) unterstützt worden. (dpa)