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Ein Toter bei Explosion in Pirna

Rund 30 Menschen halten sich in der Chemiefabrik auf, als es zu einer Explosion kommt. Polizei und Feuerwehr rücken in Pirna zu einem Großeinsatz aus.

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© Daniel Förster

Pirna. Die Trümmer flogen rund 50 Meter auf die Straße: In einer Chemiefabrik in Pirna ist es am Montag zu einer schweren Explosion gekommen - ein Mann kam dabei ums Leben. Vier weitere Arbeiter erlitten nach Angaben der Rettungskräfte Brandverletzungen und Knochenbrüche. Nach der Explosion brach ein Feuer aus. Die Löscharbeiten dauerten am späten Abend noch an. Wegen austretender Lösungsmittel mussten mehr als 100 Anwohner in Sicherheit gebracht werden.

Havarie in Chemiefabrik in Pirna

Bei einer schweren Explosion in einer Chemiefabrik in Pirna ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen.
Bei einer schweren Explosion in einer Chemiefabrik in Pirna ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen.
Der Tote ist ein 34 Jahre alter Chemiker aus Böblingen
Der Tote ist ein 34 Jahre alter Chemiker aus Böblingen
Vier weitere Mitarbeiter wurden schwer verletzt.
Vier weitere Mitarbeiter wurden schwer verletzt.
Das Unglück soll von einem Reaktor für chemische Produkte ausgegangen sein.
Das Unglück soll von einem Reaktor für chemische Produkte ausgegangen sein.
Die Löscharbeiten zogen sich bis zum späten Abend hin.
Die Löscharbeiten zogen sich bis zum späten Abend hin.
Zur Höhe des Sachschadens waren zunächst keine Schätzungen bekannt.
Zur Höhe des Sachschadens waren zunächst keine Schätzungen bekannt.
Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 17.20 Uhr befanden sich etwa 30 Firmenmitarbeiter im Gebäude.
Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 17.20 Uhr befanden sich etwa 30 Firmenmitarbeiter im Gebäude.
Mehr als 100 Rettungskräfte waren vor Ort.
Mehr als 100 Rettungskräfte waren vor Ort.
Für den Großeinsatz wurden auch Feuerwehren aus der Region angeforder, ebenso Helfer des Deutschen Roten Kreuzes.
Für den Großeinsatz wurden auch Feuerwehren aus der Region angeforder, ebenso Helfer des Deutschen Roten Kreuzes.

Die Unglücksursache war zunächst offen. Betriebsleiter Joachim Seifert sagte am späten Montagabend vor Ort, es sei ihm vollkommen unklar, wie es dazu kommen konnte. In dem betroffenen Produktionsgebäude, das in einem Wohngebiet steht, wurde seinen Angaben zufolge am Montag erstmals in größerer Menge ein Flammschutzmittel für Textilien hergestellt. Die Explosion soll mit einem Kessel in der Produktionshalle im Zusammenhang stehen.

Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 17.20 Uhr befanden sich etwa 30 Firmenmitarbeiter auf dem Gelände. Mehr als 200 Polizisten und weitere Rettungskräfte kamen zum Einsatz. Auch Feuerwehren aus der Region seien angefordert worden, ebenso Helfer des Deutschen Roten Kreuzes.

Die Umgebung der Fabrik musste in einem Umkreis von 100 Metern aus Sicherheitsgründen vorsorglich gesperrt werden. Nach Feuerwehrangaben wurde die Fassade des Fabrikgebäudes zerstört. Weitere Wohnhäuser in der Nähe wurden in Mitleidenschaft gezogen. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest.

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In der Chemiefabrik sind nach Angaben der Stadt etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt. Nach Unternehmensangaben werden unter anderem Chemikalien zur Textilveredelung und Papierbehandlung hergestellt. Diese können beispielsweise dazu verwendet werden, dass Papier eine fettabweisende Schicht bekommt.

Auf dem Gelände befinden sich mehrere Gebäude. Dort wurden schon zu DDR-Zeiten Chemikalien produziert. Das betroffene Gebäude sei aber neuerer Bauart gewesen, betonte Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos). Die Sicherheit in der Firma sei immer auf einem hohen Stand gewesen, darauf habe die Stadtverwaltung sehr geachtet. (dpa)