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Auf den Spuren der Adeligen

Von Oberschlottwitz führt die Wanderung zum Schloss Weesenstein.

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Blick vom Aussichtspunkt auf der Hirschsteigkoppe, oder auch Hirschsteigkuppe, nach Oberschlottwitz
Blick vom Aussichtspunkt auf der Hirschsteigkoppe, oder auch Hirschsteigkuppe, nach Oberschlottwitz © Foto: Jörg Ludewig

Mit der Regionalbahn 72 geht es bis nach Oberschlottwitz. Es geht nach links, der blauen/grünen Markierung folgend und über den Eisenweg nach rechts, leicht bergan auf den Müglitzhang. Nach ein paar Metern kommt schon die erste Raststelle mit einem kleinen Wasserrad. Von hier aus führt die Tour links weiter über den Edelmannsteig bis zum Panoramablick in die Sächsische Schweiz. An diesem historischen Weg finden sich noch allerhand Grenzsteine mit der Aufschrift RW, Rittergut Weesenstein. Der Steig bildete die Grenze zwischen den Schlössern Reinhardtsgrimma, Liebstadt und Weesenstein. Auf einer Infotafel erfahren Wanderer Weiteres dazu.Nach einer 180-Grad-Drehung geht es direkt zum nächsten Aussichtspunkt. Dieses Mal erwartet den Wanderer ein Panoramablick ins Erzgebirge. Nach einem weiteren kleinen Abstieg ist die Hirschsteigkuppe erreicht. Der Sage nach ist an diesem Aussichtspunkt ein Jäger mit seinem Pferd über den Felsen ins Tal gestürzt. Er stellte auf fremdem Gebiet einem Hirsch nach und war auf der Flucht vor seinen Verfolgern.

Nun geht es wieder leicht bergan, bis nach Großröhrsdorf. Dieser Abschnitt gehört zum Fernwanderweg Görlitz - Greiz. Am Ortsende führt die Strecke ein kleines Stück die Straße entlang, aber das wird mit einer tollen Rundumsicht wieder wettgemacht. Es geht bis zum Abzweig nach Biensdorf. In Biensdorf nun der blauen Markierung folgen. Die gesamte Strecke ist gut ausgeschildert. Von Biensdorf aus führt die Tour in den idyllischen Dürrleitengrund, bis die grüne Markierung den Weg links bergan weist. Kurz vor Ende des Weges erwartet einen eine Raststelle, die sich sehr gut für ein kleines Picknick eignet. So gestärkt geht es weiter durch Burkhardswalde, bis die Strecke rechts auf die Sonnenscheinstraße abbiegt. Hier steht auf einem alten Wegweiser „romantischer Weg zum Schloss“. Das stimmt bis heute. Der Weg führt wieder in den Wald hinein und die letzten Schritte läuft der Wanderer durch den Park zum Schloss Weesenstein. Das zeichnet sich durch eine wechselhafte Geschichte aus, diente unter anderem im Zweiten Weltkrieg als Depot für Kunstschätze und danach als Notunterkunft für Heimatlose und Vertriebene. Aktuelle Infos zu Öffnungszeiten und Führungen gibt es auf der Website: www.schloss-weesenstein.de.

Hoch oben auf dem Felsen trohnt Schloss Weesenstein, das größtenteils von oben nach unten gebaut wurde.
Hoch oben auf dem Felsen trohnt Schloss Weesenstein, das größtenteils von oben nach unten gebaut wurde. © Foto: Jörg Ludewig

Weitere Informationen

Länge 12 km
Schwierigkeit mäßig
Dauer 3 Stunden
Höhenmeter ca. 284 Meter
Beste Jahreszeit Frühjahr, Sommer, Herbst
Besonderheiten Am Müglitzhang wächst Sachsens größter natürlicher Eibenbestand, darunter auch die über 1000-jährige Eibe am Lederberg.

Tipp für die An- und Abreise:
In Weesenstein gibt es auch Parkplätze, um die Tour von hier aus mit dem Zug zu starten.

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Die GPS-Daten sowie die Karte zum Download finden sich bei Wikiloc.

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