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Familie und Kinder

Gegen das Chaos im Kinderzimmer

Aufräumen und Ordnung zu halten fällt vielen Kindern schwer. Hier einige Tipps, wie es trotzdem gelingen kann:

Geh mal aufräumen: Diese Aufforderung ist gerade für kleinere Kinder zu abstrakt und überfordert sie.
Geh mal aufräumen: Diese Aufforderung ist gerade für kleinere Kinder zu abstrakt und überfordert sie. © Foto: Adobe Stock

Gemeinsam ist man stärker: Alles, was man als Familie miteinander erlebt, taktet sich viel nachhaltiger in den Lebensrhythmus der Kinder ein. Gerade wenn die Kleinen mitentscheiden können, wo etwas hingehört und wie der Raum gestaltet wird, ermöglicht man es ihnen, selbstbestimmt zu spielen und aufzuräumen. Dann wird das Ordnung-Schaffen schnell zu einem Teil des Spielens. Auf diesem Weg lernt das Kind auch, Stück für Stück Verantwortung für sich und sein Zimmer zu tragen.

Vorbildrolle: Hand aufs Herz, wie sieht es in der Küche oder im Arbeitszimmer aus? Von den Eltern vorgelebte Ordnung macht auf Kinder indirekt mehr Eindruck, als wenn sie wiederholt zum Aufräumen aufgefordert werden.

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Fragen statt befehlen: Es empfiehlt sich, dem Kind auf Augenhöhe zu begegnen und es zum Beispiel zu fragen, wo etwas hingehört. Die Erkenntnis und Handlung kommen dann hauptsächlich vom Kind selbst. Die pauschale Ansage „Geh mal aufräumen“ ist gerade für die Kleinen zu abstrakt.

Mit Freude verknüpfen: Je mehr Freude mit dem Aufräumen verknüpft ist, desto niedriger sind die Hürden. Da können Spiele und Rituale helfen. Viele glauben zudem, dass es helfen könnte, eine Süßigkeit oder Ähnliches in Aussicht zu stellen. Aber das ist eher problematisch: Für normale Aufgaben sollte es eigentlich keine Extra- Belohnung geben.

Einige kleine Handgriffe: Es motiviert Kinder, wenn sie anstelle eines anstrengenden Aufräumtags pro Woche jeden Abend einige wenige Dinge aufräumen, bevor sie ins Bett schlüpfen. So fühlt sich das Kind nicht überfordert, und das Ordnung-Machen wird zur Gewohnheit.

Haufenspiel: Alle im Zimmer wild rumliegenden Spielsachen auf einen Haufen legen. „Wer findet die meisten roten Bausteine?“ Die werden dann gleich in die dazugehörige Kiste gelegt.

Selektiv aufräumen: Kinder lieben es, auch mal ein besonderes Lego-Haus oder eine gelungene Bastelei stehenzulassen – denn sie sollen in ihrem Zimmer ja leben und sich entfalten können. Das Chaos drumherum sollte aber aufgeräumt werden.

Kistensystem: Jeder Gegenstand hat eine Funktion; Aufbewahrungsbehälter helfen beim Sortieren und Sammeln. Eine leicht zu erreichende Kiste mit den Lieblings(spiel)sachen sollte immer, auch für spontane Ausflüge, bereitstehen. So lernt das Kind, die ihm wichtigen Dinge griffbereit zu halten und zu schätzen. Ein weiterer Behälter steht am besten in der Abstellkammer: In diesen kann das Kind selbstständig nicht mehr benötigte Gegenstände legen, um sie später vielleicht zu verschenken.

Wiederentdecken: Das Kind sortiert in Ruhe einige Spielsachen aus, die einige Wochen oder Monate auf dem Dachboden gelagert und dann wieder zurückgeholt werden – im Austausch gegen andere. So bleiben sie interessant, und es muss nicht so oft etwas Neues gekauft werden. Gerade das ist zudem wichtig, Kindern ein Stück weit auch den Druck der Konsumgesellschaft zu nehmen.

Überblick behalten: Den Überblick behalten Kinder am besten, wenn die Behälter durchsichtig sind. Bei undurchsichtigen Kisten kann man auch ein ausgedrucktes Foto vom Spielmaterial außen ankleben.

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