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Familie und Kinder

Die Spielwiese im Kinderzimmer

Wohl in kaum einem anderen Raum wird so viel auf dem Boden gelegen, gespielt, gebastelt wie im Kinderzimmer. Das stellt hohe Ansprüche an den Belag.

Die ganze Spielewelt zu Füßen: Ein heller Teppichboden im Kinderzimmer ist fleckentechnisch sicher nicht die erste Wahl. Aber er schluckt Geräusche, ist schön kuschelig und bindet Staub besser als Hartböden.
Die ganze Spielewelt zu Füßen: Ein heller Teppichboden im Kinderzimmer ist fleckentechnisch sicher nicht die erste Wahl. Aber er schluckt Geräusche, ist schön kuschelig und bindet Staub besser als Hartböden. © Foto: Adobe Stock

Ob mit Bauklötzen, Legosteinen, Matchbox-Autos, Malzeug oder der Spielzeugeisenbahn: Auf dem Fußboden im Kinderzimmer spielen sich im wahrsten Sinne des Wortes unzählige schöne Stunden ab. Für Kinder ist es ein ganz natürlicher Impuls, sich auf den Boden zu setzen und sich dort mit den Spielsachen zu beschäftigen. Umso sorgfältiger sollte daher der Belag ausgewählt werden.

Auf Gütesiegel achten

Kinder reagieren auf viele Schadstoffe und Ausdünstungen empfindlicher als Erwachsene. Daher ist es ratsam, sich unabhängig von der Belagart vor dem Kauf nach den Schadstoffangaben zu erkundigen und am Produkt zu riechen. Bei einem stark chemischen Geruch sollte man lieber Abstand nehmen. Auch beim auf den ersten Blick wohngesunden Wollteppich heißt es nachfragen: Der kann eventuell mit möglicherweise gesundheitsschädigenden Anti-Motten-Mitteln behandelt worden sein, warnt die Verbraucherzentrale.
Auf der anderen Seite gibt es wiederum Vinylbeläge, die mit dem Blauen Engel als besonders schadstoffarm ausgezeichnet sind. Bodenbeläge aus dem Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) sollten hingegen lieber nicht verwendet werden, denn sie enthalten neben Weichmachern oft noch andere Stoffe, die die Gesundheit schädigen können. .Die Verbraucherzentrale empfiehlt, bei der Auswahl von Böden auf folgende Qualitätssiegel zu achten: der Blaue Engel, Eco Institut Tested Product, natureplus®, speziell für Teppichböden: GuT, speziell für Korkböden: Kork-Logo®. Allerdings nützt der beste Belag nichts, wenn er am Ende mit einem ungesunden Klebstoff festgeleimt wird. Idealerweise sollte daher der Fußboden im Kinderzimmer lose verlegt werden. Muss doch geklebt werden, sollte dann auch bei der Wahl des Leims auf Gütesiegel wie den Blauen Engel geachtet werden.

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Kork schlägt Teppich

Besonders Kork ist bei vielen Familien als Kinderzimmerboden sehr beliebt. Es ist ein natürlicher Rohstoff. Kork wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt. Die Bäume werden dafür nicht gefällt, sondern erneuern die Rinde in vielen Jahren wieder. Der Belag speichert Wärme und ist daher angenehm fußwarm und dämmt zudem auch Geräusche – das schont den Geldbeutel bei den Heizkosten und die Nerven bei Eltern und Nachbarn. Da er sogar nebelfeucht gewischt werden kann, schlägt er den ebenfalls schalldämmenden und kuscheligen Teppichfußboden in Sachen Fleckentfernung.
In einer Mietwohnung hat man jedoch oft gar nicht die Qual der Wahl. Sind hier Laminat oder Parkett verlegt worden, ist die Spielwiese ein recht hartes Pflaster für die Kleinen. Ohne großen Aufwand kann man dann zum Beispiel Spielteppiche nutzen oder spezielle Puzzlematten. Aber auch dabei sollte natürlich wieder auf die Inhaltsangaben bzw. Qualitätssiegel geachtet werden.

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