merken
Gesundheit

7 Gruppen, für die eine Grippeimpfung wichtig ist

Hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, schweres Krankheitsgefühl, mögliche Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzinfarkt - die Gefährlichkeit der "echten" Grippe oder Influenza ist nicht zu unterschätzen.

Eine Grippeimpfung wird vor allem älteren Menschen und Angehörigen von Risikogruppen empfohlen.
Eine Grippeimpfung wird vor allem älteren Menschen und Angehörigen von Risikogruppen empfohlen. © Foto: djd/Sanofi/Getty Images/Byjeng

Zum Glück existiert hier bereits die Möglichkeit, sich mit einer Impfung zu schützen. Gerade jetzt ist es wichtig, zu vermeiden, an einer Grippe zu erkranken - auch wenn weiterhin das Risiko besteht, sich mit Covid-19 zu infizieren. Besonders für folgende Risikogruppen ist eine Grippeimpfung laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) sinnvoll:

1. Menschen über 60

Zur größten Gruppe, für die eine Grippeimpfung sinnvoll ist, gehören Personen ab 60 Jahren. Denn mit dem Alter wird das Immunsystem schwächer. Ältere haben daher ein erhöhtes Risiko, einen schweren oder sogar tödlichen Krankheitsverlauf zu erleiden. Zwar reagiert die Abwehr älterer Erwachsener oft weniger stark auf die Grippeimpfung, sodass der Schutz etwas schwächer wirkt, jedoch lässt sich das Erkrankungsrisiko deutlich reduzieren. Auch verläuft die Grippe bei Geimpften meist milder. Zurzeit sind neue Grippeimpfstoffe in der Entwicklung, die einen besseren Schutz für Ältere bieten.

Familie
Vater, Mutter und Kinder
Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

2. Chronisch Kranke

Unabhängig vom Alter können Grunderkrankungen den Körper schwächen und eine Grippeimpfung sinnvoll machen. Von der STIKO empfohlen wird sie etwa für:

- Personen mit chronischen Atemwegsbeschwerden wie Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Atemwegserkrankung). Bei ihnen kann die Grippe einen Schub auslösen - und auch eine Lungenentzündung als Komplikation ist wahrscheinlicher.

- Menschen mit Diabetes und anderen chronischen Stoffwechselerkrankungen.

- Herz-Kreislauf-Patienten, denn Grippeviren können Herz und Gefäße direkt angreifen sowie Gefäßverschlüsse begünstigen. Gerade bei vorgeschädigten Personen ist daher das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, Herzmuskelentzündungen, eine Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen erhöht.

- Menschen mit durch Krankheiten oder Medikamenteneinnahme geschwächtem Immunsystem (etwa durch hochdosiertes Kortison, Chemotherapie).

Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen chronischen Leiden sind besonders für schwere Verläufe und Komplikationen gefährdet.
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen chronischen Leiden sind besonders für schwere Verläufe und Komplikationen gefährdet. © Foto: djd/Sanofi

3. Schwangere

Die körperlichen Veränderungen während einer Schwangerschaft machen ebenfalls anfälliger für schwere Grippeverläufe. Für Frauen, die über den Winter schwanger sind, ist deshalb eine Grippeimpfung sinnvoll. In der Regel wird sie ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen, Frauen mit Vorerkrankungen sollten allerdings so früh wie möglich geimpft werden. Es gibt Impfstoffe, für die in Studien die Sicherheit auch bei Schwangeren bestätigt wurde.

4. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen

Hier kommt zu den Risiken durch Alter und Vorerkrankungen noch das engere Zusammenleben dazu, sodass eine Grippeimpfung umso wichtiger wird.

5. Medizinisches Personal

Wer in medizinischen Berufen arbeitet, ist nicht nur selbst durch den häufigen Kontakt mit Kranken stärker gefährdet, er kann zusätzlich eine Infektionsquelle für die betreuten Patienten sein. Zu ihrem Schutz ist deshalb eine Grippeimpfung sinnvoll.

6. Betreuende von Risikopersonen

Weiterführende Artikel

Erste Lieferengpässe beim Grippe-Impfstoff

Erste Lieferengpässe beim Grippe-Impfstoff

In einigen Arztpraxen wird der Grippe-Impfstoff schon knapp. Warum das auch Anlass zur Freude ist, erklärt Sachsens Chef der Impfkommission.

Was kann die Grippeschutzimpfung?

Was kann die Grippeschutzimpfung?

Husten und Schnupfen gehören zum Herbst. Die Debatte um Grippe und Impfung auch. Drei Kinderärztinnen aus Heidenau sagen, was auf uns zukommt.

Auch Angehörige oder andere Betreuende von Risikogruppen, die mit besonders gefährdeten Personen in einem Haushalt leben oder sie versorgen, sollten sich unbedingt impfen lassen, um ihre Lieben nicht zu gefährden.

7. Berufstätige mit viel Publikumsverkehr

Ob Busfahrer, Lehrerin oder Verkäufer - in Jobs mit viel Menschenkontakt ist die Ansteckungsgefahr naturgemäß erhöht und eine Grippeimpfung sinnvoll.

Rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle sollte im Herbst ein Impftermin vereinbart werden.
Rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle sollte im Herbst ein Impftermin vereinbart werden. © Foto: djd/Sanofi/simoneminth - stock.adobe.com

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin M. Schneider

Mehr zum Thema Gesundheit